Ein ETF-Sparplan ist eine automatisierte Anlageform, bei der monatlich oder in frei wählbarem Turnus ein fester Betrag in einen oder mehrere börsengehandelte Indexfonds (ETFs) investiert wird. Der Sparplan-Anleger profitiert vom Cost-Average-Effekt: Bei niedrigen Kursen werden mehr Anteile gekauft, bei hohen Kursen weniger, was langfristig zu einem vorteilhaften Durchschnittseinkaufspreis führt.
Bedeutung für Ärzte
Ärzte stehen vor der Herausforderung, ihre Altersvorsorge über das Versorgungswerk hinaus eigenverantwortlich zu gestalten. Ein ETF-Sparplan ist dafür eines der effizientesten Instrumente. Bereits mit einem Sparrate von 500 Euro monatlich und 30 Jahren Anlagehorizont entsteht bei 6 Prozent p.a. ein Depot von rund 500.000 Euro. Ärzte in Weiterbildung sollten frühzeitig beginnen: Wer mit 30 Jahren statt 40 startet, verdoppelt bei gleicher Rate das Endvermögen annähernd. Ärzteversichert empfiehlt, den ETF-Sparplan in ein Gesamtkonzept aus Versorgungswerk, Berufsunfähigkeitsschutz und Liquiditätsreserve einzubetten.
Abgrenzung
Ein ETF-Sparplan ist kein Rentenvertrag und bietet keine garantierten Leistungen. Im Unterschied zu einer fondsgebundenen Rentenversicherung fällt die Kapitalertragsteuer direkt bei Verkauf an, ohne steuerliche Stundungseffekte. Allerdings entfällt der Kostennachteil der Versicherungsmantelgebühren. Gegenüber Festgeld-Sparplänen bietet der ETF-Sparplan langfristig deutlich höhere Renditechancen bei entsprechendem Schwankungsrisiko.
Beispiel
Eine Chirurgin spart ab ihrem 35. Lebensjahr monatlich 800 Euro in einen MSCI World ETF. Mit 65 hat sie bei 7 Prozent p.a. Rendite ein Depotguthaben von rund 960.000 Euro angespart, das sie als Entnahmeplan ergänzend zur Versorgungswerksrente nutzt.
Quellen
- BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Deutsche Rentenversicherung
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