Ein ETF-Sparplan bezeichnet ein automatisiertes Anlagemodell, bei dem ein Anleger in regelmäßigen Abständen (monatlich, quartalsweise) einen festgelegten Betrag in einen oder mehrere ETFs investiert, unabhängig vom aktuellen Kursstand, und dadurch vom Cost-Average-Effekt und dem langfristigen Zinseszinseffekt profitiert.

Bedeutung für Ärzte

Ärzte in Niederlassung oder Anstellung verfügen häufig über eine regelmäßige, hohe Liquidität, die langfristig angelegt werden sollte. Ein ETF-Sparplan ermöglicht diszipliniertes Sparen ohne aktiven Entscheidungsaufwand: Einmal eingerichtet, läuft er automatisch. Bei monatlichen Sparraten von 1.000 bis 5.000 Euro können Ärzte über 15 bis 25 Jahre ein erhebliches Vermögen aufbauen. Der Freistellungsauftrag (1.000 Euro pro Person, 2.000 Euro für Ehepaare) sollte beim Depot hinterlegt werden, um Kapitalertragsteuer auf Ausschüttungen zu vermeiden.

Abgrenzung

Der ETF-Sparplan unterscheidet sich vom Einmalinvestment dadurch, dass nicht ein großer Betrag auf einmal investiert wird, sondern verteilt über Zeit. Dies reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu kaufen. Von fondsgebundenen Rentenversicherungen unterscheidet er sich durch mehr Flexibilität und niedrigere Kosten, bietet aber keine steuerliche Förderung wie bei der Basisrente.

Beispiel

Ein angestellter Arzt richtet ab dem 35. Lebensjahr einen monatlichen ETF-Sparplan über 2.000 Euro auf einen MSCI World ETF ein. Bis zum 65. Lebensjahr ergibt sich bei angenommener Rendite von 6 Prozent jährlich ein Depotwert von rund 1,97 Millionen Euro.

Ärzteversichert berät Ärzte, wie ETF-Sparpläne sinnvoll in die Gesamtstrategie aus Versorgungswerk, BU-Versicherung und Kapitalanlage eingebettet werden.

Quellen: Stiftung Warentest, Finanztest, Bundeszentralamt für Steuern (Freistellungsauftrag).

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