Fixkosten sind Betriebsausgaben einer Arztpraxis, die unabhängig von der Anzahl der behandelten Patienten oder dem erzielten Umsatz regelmäßig in gleichbleibender Höhe anfallen. Variable Kosten hingegen steigen mit zunehmender Leistungsmenge und sinken, wenn weniger Patienten behandelt werden.
Bedeutung für Ärzte
In einer typischen Arztpraxis machen Fixkosten 60 bis 75 Prozent der Gesamtkosten aus. Zu den Fixkosten zählen: Praxismiete, Gehälter (Grundlöhne), Leasinggebühren für Geräte, Versicherungsbeiträge, Abschreibungen, IT-Wartungsgebühren und Kreditraten. Variable Kosten entstehen durch Verbrauchsmaterialien, Laborzubehör und variable Personalzulagen. Die Kenntnis dieser Struktur ist entscheidend für die Kostenrechnung: Ein Rückgang der Fallzahl um 20 Prozent reduziert die Kosten nur um den variablen Anteil (z.B. 25 Prozent), nicht um 20 Prozent, was den Gewinn überproportional belastet. Ärzteversichert empfiehlt, Versicherungskosten als Teil der Fixkosten korrekt zu budgetieren.
Abgrenzung
Fixkosten sind zu unterscheiden von sprungfixen Kosten: Diese bleiben konstant bis zu einem bestimmten Kapazitätslimit und steigen dann sprunghaft (z.B. Einstellung einer zweiten MFA ab einer bestimmten Patientenzahl). Auch von Gemeinkosten (schwer zuordenbare Kosten) ist die Fixkostendefinition zu trennen: Nicht alle Fixkosten sind Gemeinkosten; Praxismiete ist ein Fixkostenblock, der aber eindeutig der Praxis zuzuordnen ist.
Beispiel
Eine Allgemeinärztin hat monatliche Fixkosten von 15.000 Euro (Miete, Gehälter, Versicherungen, Leasing) und variable Kosten von 20 Prozent des Umsatzes. Bei 25.000 Euro Monatsumsatz ergibt sich ein Gewinn von 5.000 Euro. Bricht der Umsatz auf 20.000 Euro ein, sinken die variablen Kosten auf 4.000 Euro, aber die Fixkosten bleiben gleich: Der Gewinn fällt auf 1.000 Euro.
Quellen
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