Eine Indexrente (Dynamik) bezeichnet ein Modell der privaten Rentenversicherung, bei dem die jährliche Überschussbeteiligung an die Wertentwicklung eines Aktienindex (z. B. Euro Stoxx 50, DAX) gekoppelt wird. Im Gegensatz zu reinen fondsgebundenen Policen bleibt das eingezahlte Kapital durch eine Beitragsgarantie geschützt; nur die Überschüsse werden indexgebunden angelegt. In guten Börsenjahren erzielt der Versicherte höhere Gutschriften, in schlechten Jahren greift die Absicherung.
Die Dynamik bezeichnet dabei eine vertraglich vereinbarte jährliche Beitragserhöhung, die dazu beiträgt, dass die reale Kaufkraft der Altersrente erhalten bleibt und Inflationseffekte abgepuffert werden.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte, die für die Altersvorsorge klassische Rentenversicherungen mit Garantiezins als zu renditeschwach empfinden, aber keine reine Fondsanlage mit Kapitalverlustrisiko wollen, ist die Indexrente ein Mittelweg. Die jährliche Dynamik sorgt dafür, dass auch bei steigendem Einkommen die Beitragshöhe automatisch angepasst wird. Ärzteversichert empfiehlt, bei Indexrenten die Cap-Rate (Maximalrendite pro Jahr) und die Partizipationsrate genau zu vergleichen, da diese Kennzahlen entscheidend für die tatsächliche Rendite sind.
Abgrenzung
Die Indexrente unterscheidet sich von der klassischen Rentenversicherung (fixer Garantiezins) und der reinen fondsgebundenen Rentenversicherung (volles Kapitalmarktrisiko). Sie ist ein Hybridprodukt, das Sicherheit und Renditechance kombiniert.
Beispiel
Dr. Bremer zahlt monatlich 400 Euro in eine Indexrente ein, die an den Euro Stoxx 50 gekoppelt ist. In einem guten Börsenjahr werden 6 % Überschuss gutgeschrieben (Cap bei 7 %); im Folgejahr sinkt der Index, aber das angesparte Kapital bleibt durch die Garantie gesichert. Durch eine 2 % Dynamik steigt sein Beitrag jährlich leicht an.
Quellen
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