Inflationsschutz bezeichnet Maßnahmen, Strategien und Anlageformen, die darauf ausgerichtet sind, den realen Wert eines Vermögens oder einer laufenden Rente vor der schleichenden Entwertung durch Inflation zu bewahren. Effective Inflationsschutz setzt auf Sachwerte oder nominalwertgebundene Mechanismen, die mit der Inflation mitsteigen.

Klassische Instrumente des Inflationsschutzes sind Aktien und Aktienfonds (langfristig positive Realrendite), Immobilien (Mieteinnahmen und Werte steigen tendenziell mit Inflation), inflationsindexierte Anleihen (direkte Koppelung an Inflationsindex) sowie Rohstoffe (Absicherung gegen Preissteigerungen).

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte mit einem Anlagehorizont von 20 bis 40 Jahren bis zur Rente ist Inflationsschutz ein zentrales Planungsziel. Eine Altersrente, die heute 3.000 Euro monatlich wert ist, verliert bei 3 % jährlicher Inflation in 25 Jahren rund 50 % ihrer Kaufkraft. Deshalb empfiehlt Ärzteversichert, in der Altersvorsorgeplanung einen ausreichenden Sachwertanteil einzuplanen und regelmäßig zu überprüfen, ob die Rentenleistungen dynamisch angepasst werden.

Abgrenzung

Inflationsschutz ist nicht gleichzusetzen mit Kapitalerhalt: Kapitalerhalt sichert den nominalen Betrag; Inflationsschutz sichert den realen Wert. Anleihen mit Festzins bieten zwar Kapitalerhalt, aber keinen automatischen Inflationsschutz. Aktien bieten keine garantierten Nominalwerte, aber historisch guten realen Inflationsschutz.

Beispiel

Dr. Herz investiert 60 % seiner Altersvorsorge in einen globalen Aktienindexfonds und 20 % in Immobilien (vermietete Eigentumswohnung). Diese beiden Positionen steigen historisch mit der Inflation. Die verbleibenden 20 % hält er in festverzinslichen Anleihen für Liquiditätssicherheit. Damit deckt er sowohl Inflationsschutz als auch Sicherheit und Liquidität ab.

Quellen

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