Korrelation zwischen Assets bezeichnet das statistische Maß für den linearen Zusammenhang der Wertentwicklung zweier oder mehrerer Kapitalanlagen, ausgedrückt durch den Korrelationskoeffizienten (r), der Werte zwischen -1 (vollständig gegenläufig) und +1 (vollständig gleichläufig) annimmt; ein Wert von 0 bedeutet keinen statistischen Zusammenhang. Die Korrelationsanalyse ist ein Kernprinzip der modernen Portfoliotheorie nach Harry Markowitz und bildet die Grundlage für Diversifikationsstrategien.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte als Kapitalanleger ist die Korrelation zwischen Anlageklassen wichtig, um ein robustes Portfolio aufzubauen. Aktien und Staatsanleihen weisen historisch eine niedrige bis negative Korrelation auf, was bedeutet, dass sie sich in Krisenzeiten oft gegenläufig verhalten. Durch die Kombination von Assets mit niedriger Korrelation lässt sich das Portfoliorisiko senken, ohne zwingend auf Rendite zu verzichten. Ärzteversichert empfiehlt Ärzten beim Aufbau ihrer Altersvorsorge, neben Aktien und Anleihen auch schwach korrelierte Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe zu berücksichtigen.
Abgrenzung
Korrelation ist kein Kausalitätsnachweis: Zwei Assets können statistisch korrelieren, ohne dass eine Wechselwirkung besteht. Außerdem ist zu beachten, dass Korrelationen zeitlich nicht stabil sind; in schweren Krisen (z. B. 2008) steigen die Korrelationen zwischen Risikoassets oft stark an, was die Diversifikation verringert.
Beispiel
Ein Arzt hält 60 Prozent seines Portfolios in globalen Aktien-ETFs und 40 Prozent in deutschen Staatsanleihen. Da beide Anlagen historisch eine niedrige Korrelation aufweisen (r ≈ -0,2), hat das Portfolio in Börsenkrisen Stabilität gezeigt: Wenn Aktien um 30 Prozent fallen, steigen Anleihen oft leicht an und dämpfen den Gesamtverlust des Portfolios.
Quellen
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