Das Logbuch in der ärztlichen Weiterbildung bezeichnet ein strukturiertes Dokumentationsinstrument, in dem Weiterbildungsassistenten ihre absolvierten Eingriffe, Behandlungen, Diagnosen und erworbenen Kompetenzen systematisch festhalten und durch den Weiterbilder bestätigen lassen, um den Erwerb der für den angestrebten Facharzt erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachzuweisen. Mit der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) 2018 der Bundesärztekammer wurde das Logbuch zur Pflichtgrundlage der kompetenzbasierten Weiterbildung.

Bedeutung für Ärzte

Für Weiterbildungsassistenten ist das Logbuch das zentrale Dokument auf dem Weg zur Facharztprüfung: Ohne vollständig ausgefülltes und vom Weiterbilder bestätigtes Logbuch ist die Zulassung zur Prüfung nicht möglich. Das Logbuch muss alle für den jeweiligen Facharzt vorgeschriebenen Eingriffe und Untersuchungen mit Mindestanzahl enthalten. Ärzteversichert empfiehlt Assistenzärzten, das Logbuch von Beginn der Weiterbildung an sorgfältig und zeitnah zu führen, da nachträgliche Einträge problematisch sind.

Abgrenzung

Das Logbuch unterscheidet sich vom Zeugnis des Weiterbilders, das am Ende der Weiterbildungszeit ausgestellt wird und eine Gesamtbeurteilung enthält. Es unterscheidet sich auch vom eportfolio, das in einigen Bundesländern als digitale Variante des Logbuchs genutzt wird. Das Logbuch belegt den Kompetenzerwerb; das Zeugnis bewertet ihn.

Beispiel

Eine Assistenzärztin in der Weiterbildung zur Internistin führt ihr Logbuch monatlich aktuell. Sie dokumentiert jede durchgeführte Gastroskopie, jeden selbst abgehörten Herzfehler und jede abgeschlossene Differenzialdiagnose. Der Oberarzt bestätigt die Einträge wöchentlich digital. Am Ende der Weiterbildungszeit legt sie das vollständige Logbuch der Ärztekammer zur Zulassung zur Facharztprüfung vor.

Quellen

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