Die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung (MGV) ist das System, nach dem die GKV-Krankenkassen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) für die ambulante ärztliche Versorgung vergüten. Der Begriff beschreibt, dass die Gesamtvergütung an den tatsächlichen Behandlungsbedarf (Morbiditätsprofil) der jeweiligen Versichertenpopulation angepasst wird. Ziel ist eine bedarfsgerechte Mittelzuteilung.

Bedeutung für Ärzte

Für Kassenärzte wirkt sich die morbiditätsorientierte Vergütung indirekt auf das Honorar aus: Die KV erhält von den Krankenkassen eine Gesamtvergütung und verteilt diese nach ihrem Honorarverteilungsmaßstab (HVM) an die Praxen. Je mehr chronisch kranke oder multimorbide Patienten eine Praxis behandelt, desto relevanter ist das morbiditätsorientierte System für das Honorarvolumen.

Praxishinweise

Ärzte sollten verstehen, dass Kodierqualität und vollständige Diagnoseerfassung die Morbiditätsadjustierung beeinflussen. Eine vollständige und korrekte ICD-10-Kodierung aller relevanten Diagnosen ist wirtschaftlich und qualitativ bedeutsam. Die KBV bietet Schulungen zur korrekten Kodierung an.


Quellen:

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