MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist ein multiresistenter Erreger, der insbesondere im Krankenhausbereich ein erhebliches Infektionsrisiko darstellt. Das MRSA-Screening bezeichnet die gezielte Untersuchung von Patienten mit Risikofaktoren auf eine MRSA-Besiedelung, bevor operative Eingriffe oder eine stationäre Aufnahme erfolgen. Ziel ist die Prävention von Krankenhausinfektionen.
Bedeutung für Ärzte
Für Kassenärzte ist das MRSA-Screening mit eigenen EBM-Ziffern abrechenbar (z.B. GOP 86780 ff.). Besondere Risikofaktoren, die eine Screeningindikation begründen, sind unter anderem: häufige Krankenhausaufenthalte, Dialysepatienten, chronische Wunden oder bekannte MRSA-Trägerschaft in der Familie. Bei positivem Befund sind Sanierungsmaßnahmen einzuleiten.
Praxishinweise
Ärzte sollten die Indikationen für das MRSA-Screening kennen und konsequent umsetzen. Besonders vor elektiven Operationen ist das Screening sinnvoll und oft klinisch gefordert. Die Dokumentation des Screenings und des Ergebnisses ist für die Abrechnung zwingend erforderlich. Das RKI gibt Leitlinien zur MRSA-Prävention heraus.
Quellen:
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