Die Nettorendite einer Kapitalanlage ist die tatsächliche Rendite nach Abzug aller anfallenden Kosten, Gebühren, Steuern und (optional) der Inflationsrate. Sie unterscheidet sich von der Bruttorendite, die Kosten und Steuern nicht berücksichtigt. Bei Investmentfonds beispielsweise mindert die Total Expense Ratio (TER) die Rendite, bei Versicherungsprodukten kommen Abschluss- und Verwaltungskosten hinzu.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte, die in Altersvorsorge- und Kapitalanlageprodukte investieren, ist die Nettorendite der entscheidende Vergleichsmaßstab. Zwei Produkte mit gleicher Bruttorendite können erheblich unterschiedliche Nettowerte liefern, wenn ihre Kostenstrukturen differieren. Besonders bei kapitalbildenden Lebensversicherungen und teuren aktiv gemanagten Fonds ist die Kostentransparenz oft gering.
Praxishinweise
Ärzte sollten bei jedem Anlageprodukt die Gesamtkostenquote oder das produktbezogene Informationsblatt (PRIIP-KID) analysieren. ETF-Sparplan-Lösungen haben typischerweise TER unter 0,3 Prozent und bieten damit deutlich höhere Nettorenditen als aktive Fonds mit TER von ein bis zwei Prozent. Ärzteversichert berät zu kosteneffizienten Anlagestrategien.
Quellen:
- Bundesministerium der Finanzen: Kapitalanlage
- BaFin: PRIIP-Verbraucherinformation
- GDV: Rentenversicherungen Kosten
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