Die aktuell gültige Klassifikation der Parodontitis wurde 2018 auf dem EuroPerio9 Kongress verabschiedet und hat die ältere WHO-Klassifikation ersetzt. Sie teilt Parodontitis in vier Stadien (I bis IV, nach Schweregrad) und drei Grade (A, B, C, nach Progressionsrisiko) ein. Stadium I beschreibt leichte, Stadium IV beschreibt schwerstgradige Parodontitis. Grad C entspricht hohem Progressionsrisiko.
Bedeutung für Ärzte
Für Zahnärzte ist die korrekte Befundung und Klassifikation der Parodontitis grundlegend für die Therapieplanung und die Abrechnung nach der neuen PAR-Richtlinie. Die Klassifikation bestimmt, welche Behandlungsmaßnahmen indiziert sind und wie diese im GKV-Rahmen erstattet werden. Eine fehlerhafte Klassifikation kann zu falscher Behandlung und Abrechnungsproblemen führen.
Praxishinweise
Zahnarztpraxen sollten sicherstellen, dass alle Behandler mit der neuen Klassifikation vertraut sind. Fortbildungen zur Parodontologie, die die aktuelle Klassifikation behandeln, sind empfehlenswert. Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) bietet Fortbildungen und Materialien zur korrekten Klassifikation an.
Quellen:
- Deutsche Gesellschaft für Parodontologie: Klassifikation
- Bundeszahnärztekammer: Parodontologie
- G-BA: PAR-Richtlinie
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