Ein Pflegegrad (PG) ist eine Einstufungskategorie des deutschen Pflegeversicherungssystems, die seit 2017 das frühere Pflegestufensystem abgelöst hat. Der Pflegegrad bestimmt, welche und wie viele Leistungen eine pflegebedürftige Person von der sozialen Pflegeversicherung (SGB XI) erhält. Die Begutachtung erfolgt durch den Medizinischen Dienst (MD) bei GKV-Versicherten und durch Medicproof bei PKV-Versicherten.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte ist der Pflegegrad ein häufig relevantes Thema in der Behandlung älterer und chronisch kranker Patienten. Hausärzte werden regelmäßig um Befundberichte gebeten, die die Grundlage für die MD-Begutachtung bilden. Eine ausführliche und präzise Dokumentation der Funktionseinschränkungen und des Pflegeaufwands ist entscheidend für eine korrekte Einstufung.

Praxishinweise

Ärzte sollten proaktiv Patienten mit Pflegebedarf auf die Möglichkeit der Pflegegradbeantragung hinweisen. Pflegegradanträge können bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden. Ergänzend bietet Ärzteversichert Beratung zu Pflegezusatzversicherungen, die Leistungslücken schließen, die die gesetzliche Pflegeversicherung hinterlässt.


Quellen:

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