Die Pflegezusatzversicherung ist eine private Versicherung, die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung (SPV) ergänzt. Sie ist sinnvoll, weil die SPV nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten abdeckt, insbesondere in Pflegeheimen. Es gibt verschiedene Formen: Pflegetagegeld (feste tägliche Leistung ab einem bestimmten Pflegegrad), Pflegekostenversicherung (Erstattung tatsächlicher Kosten) und Pflegerentenversicherung (monatliche Rente im Pflegefall).
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte, die ihre eigene Altersversorgung planen, ist die Pflegezusatzversicherung ein wichtiger Baustein neben Altersrente und Vermögensaufbau. Die Kosten einer schweren Pflegebedürftigkeit können trotz SPV-Leistungen monatlich über 2.000 Euro Eigenanteil betragen. Eine frühzeitig abgeschlossene Pflegezusatzversicherung ist erheblich günstiger als ein Abschluss im hohen Alter.
Praxishinweise
Ärzte sollten die Pflegezusatzversicherung nicht als Sparmaßnahme aus der eigenen Vorsorge herauslassen. Ärzteversichert vergleicht Pflegetagegeld- und Pflegekostentarife und empfiehlt den für Mediziner geeigneten Schutz. Wichtige Auswahlkriterien sind: Leistungsstufen nach Pflegegrad, Wartezeiten, Beitragsstabilität und Anbietersolidität.
Quellen:
- GDV: Pflegezusatzversicherungen
- BaFin: Pflegeversicherungen
- GKV-Spitzenverband: Ergänzende Pflegeversicherung
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