Die Quadrantenbehandlung bezeichnet in der Zahnmedizin die systematische Aufteilung des Gebisses in vier Bereiche: oben rechts, oben links, unten rechts und unten links. Jeder dieser Quadranten wird in einer eigenen Sitzung behandelt. Dieses Vorgehen ist vor allem bei parodontalen und restaurativen Maßnahmen verbreitet.
Bedeutung für Ärzte
Für Zahnärzte ist die Quadrantenbehandlung abrechnungsrelevant, da bestimmte Leistungspositionen im BEMA und in der GOZ je Quadrant abrechenbar sind. Die korrekte Zuordnung einer Leistung zum jeweiligen Quadranten beeinflusst sowohl die Vergütung als auch die Plausibilitätsprüfung durch die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZÄV). Eine falsche Zuordnung kann zu Rückforderungen führen. Darüber hinaus ist die Quadranteneinteilung für die Behandlungsdokumentation und das Therapiekonzept bei parodontalen Erkrankungen von zentraler Bedeutung.
Praxishinweise
Zahnärzte sollten die Abrechnung je Quadrant konsequent und nachvollziehbar in der Patientenakte dokumentieren, einschließlich Datum, Befund und durchgeführter Maßnahme. Bei der Kombination von Kassenpatienten (BEMA) und Privatpatienten (GOZ) gelten unterschiedliche Regelungen. Wer sich über die versicherungsrechtliche Absicherung bei Abrechnungsstreitigkeiten oder Berufshaftungsfragen informieren möchte, findet bei Ärzteversichert kompetente Ansprechpartner.
Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.
Quellen
- KZBV: BEMA-Abrechnungsinformationen
- Bundeszahnärztekammer: GOZ-Kommentar
- BZÄK: Parodontaltherapie im BEMA
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