Qualitätsindikatoren in der Arztpraxis sind messbare Kennzahlen, die die Qualität medizinischer Versorgung auf den Ebenen Struktur, Prozess und Ergebnis abbilden. Sie ermöglichen es, Stärken und Schwächen in der Praxisorganisation sichtbar zu machen und gezielt Verbesserungen einzuleiten. Grundlage hierfür sind unter anderem die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sowie QM-Leitfäden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Bedeutung für Ärzte
Für Arztpraxen sind Qualitätsindikatoren nicht nur Instrument der Selbstreflexion, sondern auch Pflicht im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsmanagements (QM) gemäß § 135a SGB V. Praxen, die sich nach DIN EN ISO oder QEP zertifizieren lassen, müssen definierte Indikatoren erheben und dokumentieren. Auch im Rahmen von Selektivverträgen und Disease-Management-Programmen (DMP) werden Qualitätsindikatoren zur Leistungsbewertung herangezogen. Schlechte Indikatorwerte können zu Konsequenzen bei der Zulassung oder Vergütung führen.
Praxishinweise
Praxen sollten ihr QM-System regelmäßig überprüfen und die erhobenen Indikatoren konsequent dokumentieren. Eine strukturierte Auswertung mindestens einmal jährlich ist empfehlenswert. Wer sich über Haftungsrisiken im Zusammenhang mit Qualitätsmängeln absichern möchte, findet bei Ärzteversichert kompetente Beratung.
Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.
Quellen
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →