Rebalancing bezeichnet die regelmäßige Wiederherstellung der ursprünglich festgelegten Gewichtung eines Anlageportfolios. Da sich unterschiedliche Anlageklassen unterschiedlich entwickeln, weicht die tatsächliche Zusammensetzung eines Portfolios im Zeitverlauf von der Zielallokation ab. Durch Rebalancing werden zu stark gestiegene Positionen reduziert und zu stark gefallene aufgestockt, um das gewünschte Risikoprofil zu erhalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stellt die Zielallokation des Portfolios regelmäßig wieder her
  • Disziplinierter Mechanismus zum antizyklischen Kaufen und Verkaufen
  • Kann zeitgesteuert (zum Beispiel jährlich) oder schwellenwertbasiert erfolgen

Rebalancing (Überblick) im Kontext der Arztpraxis

Für Ärzte, die in der Altersvorsorge auf Wertpapiere setzen, ist Rebalancing ein wichtiges Instrument. Steigt etwa der Aktienanteil durch gute Kursentwicklung auf 80 Prozent des Portfolios, obwohl 60 Prozent angestrebt waren, trägt der Anleger mehr Risiko als geplant. Rebalancing reduziert Aktien und kauft Anleihen oder andere Anlagen nach, um die 60-zu-40-Aufteilung wiederherzustellen.

In der Praxis gibt es verschiedene Ansätze: das zeitgesteuerte Rebalancing (etwa einmal im Jahr) und das bandbasierte Rebalancing, bei dem erst bei Überschreitung einer festgelegten Abweichung von der Zielallokation gehandelt wird. Steuerliche Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle, da Verkäufe Kapitalertragsteuer auslösen können. In steuerlich begünstigten Vorsorgekonten wie der Rürup-Rente entfällt dieser Nachteil.

Viele Praxisinhaber vernachlässigen das Rebalancing, weil es Disziplin und Zeit erfordert. Eine automatisierte Lösung, etwa über ETF-Sparpläne mit automatischem Rebalancing oder über Robo-Advisor-Produkte, kann diesen Aufwand erheblich reduzieren. Wichtig ist, das Rebalancing in die Gesamtstrategie der Altersvorsorge einzubetten.

Was Ärzte wissen müssen

Ärzteversichert unterstützt Mediziner bei der strukturierten Finanz- und Altersvorsorgeplanung und erläutert, wie Rebalancing in ein passendes Gesamtkonzept integriert werden kann.

Quellen und weiterführende Informationen

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