Rebalancing bezeichnet die regelmäßige Wiederherstellung der ursprünglich festgelegten Gewichtung der Anlageklassen in einem Portfolio, nachdem diese Gewichtung durch unterschiedliche Wertentwicklungen der einzelnen Positionen von der Zielallokation abgewichen ist. Es ist ein zentrales Element disziplinierter Kapitalanlage.

Bedeutung für Ärzte

Ärzte mit einem ETF-basierten Anlageportfolio oder einer privaten Rentenversicherung mit Fondsbausteinen profitieren von regelmäßigem Rebalancing: Es sorgt dafür, dass das Risikoprofil des Portfolios stabil bleibt und nicht durch starke Kursgewinne einzelner Anlageklassen schleichend risikoreicher wird. Ohne Rebalancing kann ein ursprünglich 70:30 ausgewogenes Aktien-Anleihen-Portfolio nach einem Börsenboom auf 90:10 driften. Empirische Studien zeigen, dass einmal jährliches Rebalancing die risikobereinigten Renditen über lange Zeiträume verbessert, ohne übermäßige Transaktionskosten zu erzeugen.

Abgrenzung

Rebalancing ist nicht mit Market Timing zu verwechseln, bei dem versucht wird, günstige Kauf- und Verkaufszeitpunkte zu antizipieren. Rebalancing folgt einem regelbasierten Prozess unabhängig von Marktprognosen. Auch die laufende Umschichtung innerhalb eines Fondsmandats durch einen Fondsmanager ist kein persönliches Rebalancing des Anlegers.

Beispiel

Ein Arzt hat sein Altersvorsorgedepot mit 70 Prozent Aktien-ETF und 30 Prozent Anleihen-ETF aufgesetzt. Nach zwei starken Börsenjahren besteht das Depot aus 82 Prozent Aktien und nur noch 18 Prozent Anleihen. Beim jährlichen Rebalancing verkauft er Aktien-ETF-Anteile und kauft Anleihen-ETF nach, um wieder auf die 70:30-Zielallokation zu kommen.

Ärzteversichert begleitet Ärzte beim Aufbau und der Pflege strukturierter Anlageportfolios im Kontext der Altersvorsorgeplanung.

Quellen

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