Die Regionalklasse in der Kfz-Versicherung ist eine Einstufungsgröße, die den Beitrag zur Haftpflicht- oder Kaskoversicherung eines Kraftfahrzeugs in Abhängigkeit vom Zulassungsort des Fahrzeugs beeinflusst. Sie richtet sich nach der Schadenbilanz der Fahrzeuge, die im jeweiligen Zulassungsbezirk gemeldet sind.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte mit Praxisfahrzeug oder Dienstleistungsfahrzeug ist die Regionalklasse ein relevanter Kostenfaktor. Der GDV berechnet jährlich die Regionalklassen auf Basis der Schadenbilanz der etwa 400 Zulassungsbezirke in Deutschland. Die Klassen reichen von 1 (günstigste Schadenbilanz) bis 12; Großstädte wie München oder Hamburg liegen meist in höheren Klassen als ländliche Regionen. Wer seinen Wohn- oder Praxisort wechselt, sollte prüfen, ob sich die Regionalklasse ändert und den Kfz-Versicherer informieren, da sonst Deckungsprobleme entstehen können.

Abgrenzung

Die Regionalklasse ist von der Typklasse zu unterscheiden, die nicht nach Zulassungsort, sondern nach Fahrzeugtyp und seiner Schadenbilanz ermittelt wird. Beide Klassen zusammen bilden die wesentlichen Tarifierungsmerkmale neben dem individuellen Schadenfreiheitsrabatt (SF-Klasse). Eine Verwechslung der drei Größen führt zu falschen Beitragserwartungen.

Beispiel

Ein Allgemeinarzt zieht von einer Kleinstadt (Regionalklasse 3) nach München (Regionalklasse 9). Sein Kfz-Versicherungsbeitrag für die Haftpflicht steigt trotz gleicher Typklasse und Schadenfreiheitsklasse um rund 28 Prozent. Durch einen Versichererwechsel findet er einen Anbieter, der München in der Haftpflicht günstiger tarifiert.

Ärzteversichert hilft Ärzten bei der Optimierung ihrer Kfz-Versicherungssituation, insbesondere wenn Praxis- und Privatfahrzeuge unterschiedlichen Nutzungsmustern unterliegen.

Quellen

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