Die Replikationsmethode beschreibt, auf welchem Weg ein Exchange Traded Fund (ETF) seinen Referenzindex nachbildet. Bei der physischen Replikation kauft der ETF alle oder eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere, die im Index enthalten sind. Bei der synthetischen Replikation wird die Indexentwicklung durch Swap-Vereinbarungen mit einer Gegenpartei (meist einer Investmentbank) nachgebildet, ohne die Aktien direkt zu halten.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die ETFs zur Altersvorsorge oder als Kapitalanlage nutzen, ist die Replikationsmethode ein Qualitätsmerkmal. Physisch replizierende ETFs gelten als transparenter und tragen kein Kontrahentenrisiko. Synthetisch replizierende ETFs können in manchen Märkten kostengünstiger sein und ermöglichen Zugang zu schwer zugänglichen Indizes. Bei der Beurteilung des Gesamtrisikos eines Portfolios sollte die Replikationsmethode berücksichtigt werden.

Praxishinweise

Ärzte sollten beim Kauf von ETFs die im Produktinformationsblatt (KIID) angegebene Replikationsmethode prüfen. Bei synthetischen ETFs ist auf die Qualität der hinterlegten Sicherheiten (Kollateral) und das Kontrahentenrisiko zu achten. Ärzteversichert berät zur Auswahl geeigneter ETFs im Rahmen der Altersvorsorgeplanung für Ärzte.

Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.

Quellen

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