Risikobereitschaft (auch Risikotoleranz) bezeichnet das subjektive Ausmaß, in dem ein Anleger bereit ist, Verluste oder Wertschwankungen bei seinen Kapitalanlagen zu akzeptieren, um höhere Renditechancen zu realisieren. Sie ist eine psychologische Größe und kann von Mensch zu Mensch erheblich variieren. Die Risikobereitschaft ist von der Risikotragfähigkeit zu unterscheiden, die beschreibt, wie viel Risiko ein Anleger aus finanzieller Sicht tragen kann.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte als Kapitalanleger ist die Kenntnis der eigenen Risikobereitschaft entscheidend für die Auswahl einer passenden Anlagestrategie. Ein Arzt mit niedrigerer Risikobereitschaft sollte eher konservativere Anlagen wählen, auch wenn die Risikotragfähigkeit theoretisch mehr Spielraum böte. Umgekehrt kann eine überhöhte Risikobereitschaft zu Fehlinvestitionen führen. Im Rahmen der Anlageberatung ist die Risikobereitschaft per Gesetz zu erfassen (MiFID II).

Praxishinweise

Ärzte sollten ihre Risikobereitschaft ehrlich einschätzen und in regelmäßigen Abständen überprüfen, da sie sich im Laufe des Lebens verändern kann. Entscheidungen sollten auf Basis einer schriftlich fixierten Anlagestrategie und nicht aus situativer Emotion getroffen werden. Ärzteversichert berät bei der Entwicklung einer risikogerechten Anlagestrategie für Ärzte.

Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.

Quellen

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