Die Risikoprüfung in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist das Verfahren, mit dem ein Versicherer den Gesundheitszustand und die Vorerkrankungen eines Antragstellers bewertet, um das individuelle Versicherungsrisiko einzuschätzen. Auf Basis dieser Prüfung wird entschieden, ob der Antrag angenommen wird, welche Beiträge fällig werden und ob bestimmte Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte ist die Risikoprüfung in der PKV besonders dann relevant, wenn sie den ersten PKV-Antrag stellen, in einen anderen Tarif wechseln oder nach einer Phase als GKV-Versicherter in die PKV zurückkehren möchten. Vorerkrankungen wie chronische Erkrankungen, Depressionen oder frühere Operationen können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen. Eine falsche oder unvollständige Beantwortung der Gesundheitsfragen kann zur Anfechtung des Vertrags wegen arglistiger Täuschung führen.
Praxishinweise
Ärzte sollten die Gesundheitsfragen im PKV-Antrag gewissenhaft und vollständig beantworten. Eine anonyme Voranfrage (Risikovoranfrage) kann helfen, die Marktchancen ohne Gefahr für die Versicherbarkeit einzuschätzen. Ärzteversichert unterstützt bei der Vorbereitung von PKV-Anträgen und der Auswahl des richtigen Tarifs.
Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.
Quellen
- PKV-Verband: Risikoprüfung Grundlagen
- Gesetze im Internet: § 19 VVG Anzeigeobliegenheit
- Stiftung Warentest: PKV Antrag und Gesundheitsfragen
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