Die Risikovoranfrage ist ein wichtiges Instrument beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Dabei fragt ein Versicherungsmakler oder Berater anonym und ohne Nennung des Namens des Antragstellers bei mehreren Versicherern an, ob und zu welchen Bedingungen eine BU-Versicherung angeboten werden würde. Da die Anfrage anonym erfolgt, entstehen keine negativen Einträge im Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte mit Vorerkrankungen oder besonderen beruflichen Risiken ist die Risikovoranfrage besonders wertvoll. Wer direkt einen Antrag stellt und abgelehnt wird, muss künftig im Antrag angeben, bereits einmal abgelehnt worden zu sein. Eine Voranfrage vermeidet dieses Risiko und gibt eine realistische Einschätzung der Versicherbarkeit und möglicher Zuschläge oder Ausschlüsse. So lässt sich der geeignetste Anbieter vorab identifizieren.
Praxishinweise
Ärzte sollten die Risikovoranfrage immer über einen unabhängigen Versicherungsmakler durchführen lassen, der Zugang zu mehreren Anbietern hat. Die Ergebnisse der Voranfrage sind rechtlich nicht bindend, geben aber eine verlässliche Orientierung. Ärzteversichert führt anonyme Risikovoranfragen für Ärzte bei mehreren BU-Versicherern durch.
Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.
Quellen
- Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen
- BU-Expertenservice: Risikovoranfrage erklärt
- GDV: Hinweis- und Informationssystem HIS
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