Honorarverteilung (KV)
Die Honorarverteilung der Kassenärztlichen Vereinigung regelt, wie das zur Verfügung stehende Gesamthonorar auf die zugelassenen Vertragsärzte einer Region verteilt wird.
Fachbegriffe aus Versicherung und Finanzen für Ärzte verständlich erklärt.
Die Honorarverteilung der Kassenärztlichen Vereinigung regelt, wie das zur Verfügung stehende Gesamthonorar auf die zugelassenen Vertragsärzte einer Region verteilt wird.
Ein grober Behandlungsfehler ist ein ärztlicher Fehler, der gegen grundlegende Erkenntnisse der Medizin verstößt und so schwerwiegend ist, dass er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf.
Ein befristeter Arbeitsvertrag ist ein Arbeitsverhältnis mit festgelegtem Enddatum oder einem vereinbarten Zweck, das nach Ablauf oder Zweckerreichung automatisch endet.
Das Claims-made-Prinzip ist ein Deckungskonzept in der Haftpflichtversicherung, bei dem der Versicherungsschutz dann greift, wenn der Schadenersatzanspruch während der Vertragslaufzeit geltend gemacht wird.
Steuerlich gilt eine ärztliche Leistung als Heilbehandlung und ist damit von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie der Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten dient.
Die GOÄ ist die Gebührenordnung für Ärzte, die verbindliche Abrechnungsregeln für privatärztliche Leistungen in Deutschland festlegt und Gebührennummern mit Punktwerten definiert.
Die Chronikerpauschale ist eine EBM-Abrechnungsziffer für die kontinuierliche Betreuung von Patienten mit langfristigen Erkrankungen im hausärztlichen Bereich.
Entgeltumwandlung bezeichnet die Umwandlung eines Teils des Bruttogehalts in Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge, was Steuern und Sozialabgaben spart.
Die ärztliche Einwilligungserklärung ist die rechtlich notwendige schriftliche Zustimmung des Patienten zu einem Eingriff nach vollständiger ärztlicher Aufklärung.
Die Approbation ist die staatliche Zulassung zur Ausübung des ärztlichen Berufs in Deutschland und Voraussetzung für jede selbstständige oder angestellte Tätigkeit als Arzt.
Die Bedarfsplanung der KV regelt die regionale Verteilung von Vertragsarztsitzen und legt fest, in welchen Planungsbereichen eine Neuzulassung möglich oder wegen Überversorgung gesperrt ist.
Die Arbeitnehmer-Sparzulage ist eine staatliche Förderung für Arbeitnehmer mit geringem bis mittlerem Einkommen, die vermögenswirksame Leistungen in bestimmte Anlageformen investieren.
Die Denkmalschutz-AfA erlaubt Eigentümern denkmalgeschützter Immobilien erhöhte steuerliche Abschreibungen von bis zu 9 Prozent jährlich auf Sanierungskosten.
Die Hinterbliebenenrente des Versorgungswerks ist eine Leistung an Ehegatten und Kinder eines verstorbenen Arztmitglieds und stellt eine wichtige Absicherung der Ärztefamilie dar.
Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherte bestimmte körperliche Grundfähigkeiten wie Gehen, Greifen oder Sprechen dauerhaft verliert.
Die EÜR ist die vereinfachte steuerliche Gewinnermittlung für Freiberufler und kleine Praxen, bei der Einnahmen minus Ausgaben den steuerpflichtigen Gewinn ergeben.
Crowdinvesting bezeichnet die kollektive Kapitalanlage vieler Kleinanleger in Unternehmen oder Projekte über digitale Plattformen, oft als Nachrangdarlehen.
Das E-Rezept ist das digitale Äquivalent des rosa Kassenzettels, seit 2024 für alle Kassenrezepte verpflichtend, und erspart Ärzten und Patienten den Papierzettel.
Die Familienversicherung der GKV ermöglicht Ehepartnern und Kindern eines GKV-Mitglieds eine beitragsfreie Mitversicherung, sofern bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten werden.
Der Höchstrechnungszins ist der gesetzlich festgelegte maximale Zinssatz, den Lebens- und Rentenversicherer bei der Kalkulation garantierter Leistungen verwenden dürfen.
Der Ertrag je Behandlungsfall ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl für Arztpraxen, die den durchschnittlichen Umsatz pro Patientenfall im Abrechnungsquartal misst.
Die Ärztevermittlung bezeichnet den Prozess der Vermittlung von Ärzten an Kliniken, Praxen oder andere medizinische Einrichtungen durch spezialisierte Personalvermittler oder Agenturen.
Arzthaftung bezeichnet die zivilrechtliche und strafrechtliche Verantwortung des Arztes für Schäden, die Patienten durch Behandlungsfehler, Aufklärungsmängel oder Organisationsverschulden entstehen.
Arbeitszeiterfassung bezeichnet die systematische Aufzeichnung der geleisteten Arbeitszeiten von Praxismitarbeitern und ist für Arbeitgeber in Deutschland gesetzlich verpflichtend.
Fachkräftemangel bei Ärzten bezeichnet das strukturelle Defizit an approbierten Medizinerinnen und Medizinern in bestimmten Regionen oder Fachrichtungen gegenüber dem Versorgungsbedarf.
Das Heilberufekammergesetz ist ein Landesgesetz, das die Organisation, Aufgaben und Pflichten der Ärztekammern sowie der anderen Heilberufskammern regelt.
Ein ambulantes OP-Zentrum ist eine medizinische Einrichtung, die ambulante Operationen außerhalb eines Krankenhauses durchführt und eigenständige Versicherungs- und Zulassungsanforderungen erfüllen muss.
Eine Betriebskrankenkasse (BKK) ist eine gesetzliche Krankenkasse, die ursprünglich von einem bestimmten Unternehmen gegründet wurde und heute für alle GKV-Versicherten offen steht.
Gütertrennung ist ein ehelicher Güterstand, bei dem jeder Ehepartner sein Vermögen vollständig eigenständig verwaltet und nach einer Scheidung kein Zugewinnausgleich stattfindet.
ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sind Bewertungsmaßstäbe für nachhaltiges Investieren, die Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte in die Anlageentscheidung einbeziehen.
Eine Abrechnungsziffer ist ein standardisierter Code aus dem EBM oder der GOÄ, der eine definierte ärztliche Leistung beschreibt und die Grundlage für die Vergütung durch KV oder PKV bildet.
Die ärztliche Aufklärungspflicht verpflichtet Ärzte, Patienten vor Eingriffen vollständig über Risiken, Alternativen und Folgen zu informieren, damit sie wirksam in die Behandlung einwilligen können.
Der Fachgruppen-Topf ist das von der KV für eine bestimmte Fachgruppe bereitgestellte Gesamthonorarvolumen, aus dem die Vergütung aller Ärzte dieser Fachrichtung bestritten wird.
Die Berufsgenossenschaft ist der gesetzliche Unfallversicherungsträger für Arbeitnehmer, für Arztpraxen zuständig ist die BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege).
Die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV ermöglicht Personen, die nicht mehr pflichtversichert sind, auf eigene Entscheidung hin in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbleiben.
Freiberuflichkeit bezeichnet für Ärzte die selbstständige Ausübung des Arztberufs ohne Gewerbesteuerpflicht, mit Einnahmenüberschussrechnung statt Bilanzierung.
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist das maximale Bruttoeinkommen, bis zu dem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung berechnet werden.
Die Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung ist das maximale Einkommen, für das Rentenversicherungsbeiträge berechnet werden, und liegt 2026 bei 7.450 Euro monatlich.
Der Bereitschaftsdienst bezeichnet in der Medizin die Zeit, in der ein Arzt abrufbereit ist, ohne aktiv zu arbeiten, und die arbeitsrechtlich besonders geregelt ist.
Das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) regelt das Recht auf Arbeitszeitreduzierung für Arbeitnehmer, die pflegebedürftige Angehörige betreuen, und die flankierende staatliche Darlehensförderung.
Ein angestellter Arzt mit KV-Sitz ist ein approbierter Arzt, der in einer Praxis oder einem MVZ als Angestellter tätig ist und über einen eigenen Versorgungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigung verfügt.
Arbeitsrechtsschutz ist ein Baustein der Rechtsschutzversicherung, der Ärzte als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten vor Gericht und außergerichtlich absichert.
Die Fallzahl bezeichnet die Anzahl der Behandlungsfälle, also Patienten, die ein Vertragsarzt je Quartal behandelt und gegenüber der KV abrechnet.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherte seinen zuletzt ausgeübten Beruf dauerhaft zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann.
Ausschüttende Fonds sind Investmentfonds, die erzielte Erträge wie Dividenden und Zinsen regelmäßig an die Anleger auszahlen, anstatt sie im Fonds zu reinvestieren.
Die abstrakte Verweisung ist eine Klausel in Berufsunfähigkeitsversicherungen, die den Versicherer berechtigt, Leistungen zu verweigern, wenn der Versicherte theoretisch einen anderen Beruf ausüben könnte.
Die Berufserlaubnis für ausländische Ärzte ist eine befristete Genehmigung zur ärztlichen Tätigkeit in Deutschland, wenn die Approbation noch nicht erteilt wurde.
Die Elementarschadenversicherung ist eine Erweiterung der Gebäude- oder Hausratversicherung, die Schäden durch Naturereignisse wie Überschwemmung, Erdrutsch oder Starkregen absichert.
Die Habilitation ist die höchste akademische Qualifikation in Deutschland, die zur selbständigen Lehre an Universitäten berechtigt und mit der Verleihung der venia legendi abgeschlossen wird.
Die Grenzgänger-Regelung bezeichnet steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Sondervorschriften für Ärzte, die in einem Land wohnen, aber im Nachbarland arbeiten.
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) ist die Einkommensgrenze, ab der Arbeitnehmer von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit sind und in die private Krankenversicherung wechseln können.
Der Behandlungsfall ist eine Abrechnungseinheit der GKV, die alle ärztlichen Leistungen für einen Versicherten innerhalb eines Quartals bei einem Arzt oder einer Praxis zusammenfasst.
Das BEEG (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) regelt den Anspruch auf Elternzeit und Elterngeld für Arbeitnehmer, einschließlich angestellter Ärzte.
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist die vom Arbeitgeber organisierte Altersvorsorge für Arbeitnehmer, mit steuerlichen Vorteilen durch Entgeltumwandlung oder Arbeitgeberzuschüssen.
Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, bei dem ein Schuldner (Staat oder Unternehmen) Kapital aufnimmt und dem Gläubiger regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Nennwerts am Laufzeitende verspricht.
Das Berufsverbot für Ärzte ist die schwerste standesrechtliche oder strafrechtliche Sanktion, die die Ausübung des ärztlichen Berufs ganz oder teilweise untersagt.
Der AV-Vertrag ist eine nach DSGVO vorgeschriebene schriftliche Vereinbarung zwischen Arztpraxis und externen Dienstleistern, die personenbezogene Patientendaten im Auftrag verarbeiten.
Die Beitragsordnung der Ärztekammer regelt, nach welchem Maßstab Mitgliedsbeiträge berechnet werden, typischerweise als Prozentsatz des ärztlichen Einkommens.
Eine Gruppenversicherung ist ein Versicherungsvertrag, der von einem Versicherungsnehmer (z. B. Arbeitgeber) zugunsten einer Gruppe von Personen (z. B. Praxismitarbeiter) abgeschlossen wird.
Die Ertragsausfallversicherung ist eine Betriebsunterbrechungsversicherung für Arztpraxen, die den entgangenen Gewinn und die Fixkosten bei krankheitsbedingtem Praxisausfall ersetzt.
Inkasso bezeichnet das Verfahren zur Einziehung offener Forderungen einer Arztpraxis gegenüber Patienten oder Kostenträgern, entweder durch eigenes Mahnwesen oder externe Inkassounternehmen.
Beitragsanpassung in der PKV bezeichnet die gesetzlich geregelte Erhöhung oder Senkung von Prämien bei veränderten Leistungsausgaben oder Sterblichkeitsannahmen.
Die D&O-Versicherung schützt Geschäftsführer und Vorstände vor persönlichen Haftungsansprüchen aus Managementfehlern gegenüber der eigenen Gesellschaft und Dritten.
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt in Deutschland Höchstarbeitszeiten, Ruhezeiten und Pausenregelungen für Arbeitnehmer und ist für Praxisinhaber als Arbeitgeber bindend.
Die gleitende Neuwertversicherung passt die Versicherungssumme automatisch an Baupreiserhöhungen an und verhindert so Unterversicherung bei Gebäuden und Praxisausstattung.
Die Beitragsrückerstattung in der PKV ist eine Prämienrückvergütung für Versicherungsjahre, in denen der Versicherte keine oder nur geringe Leistungen in Anspruch genommen hat.
Die AOK ist eine gesetzliche Krankenkasse und eine der größten GKV-Träger in Deutschland, mit der Ärzte täglich im Rahmen der Kassenabrechnung in Kontakt stehen.
Ein Family Office ist eine private Vermögensverwaltungsstruktur für wohlhabende Familien, die alle Finanz-, Steuer-, Rechts- und Nachfolgeangelegenheiten zentral koordiniert.
Die Integrierte Versorgung (IV) ist ein Versorgungsmodell im deutschen Gesundheitssystem, bei dem Ärzte, Kliniken und andere Leistungserbringer sektorübergreifend zusammenarbeiten.
Bereitstellungszinsen sind Zinsen, die eine Bank für einen zugesagten, aber noch nicht abgerufenen Kredit berechnet, typischerweise ab dem dritten Monat nach Zusage.
Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit bedeutet, dass der Versicherer bei anerkannter BU die laufenden Versicherungsbeiträge übernimmt, ohne dass der Schutz erlischt.
Die Familienpflegezeit ermöglicht Arbeitnehmern, ihre Arbeitszeit für bis zu 24 Monate auf mindestens 15 Stunden pro Woche zu reduzieren, um pflegebedürftige Angehörige zu betreuen.
Die BU-Rente ist die monatliche Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die bei anerkannter Berufsunfähigkeit ausgezahlt wird und das entfallene Einkommen ersetzen soll.
Die Haftpflichtversicherungspflicht für Ärzte verpflichtet jeden approbrierten Arzt zur Vorhaltung einer ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung als Zulassungsvoraussetzung.
Die KV-Ermächtigung erlaubt Krankenhausärzten oder anderen nicht zugelassenen Ärzten, in begrenztem Umfang GKV-Patienten ambulant zu behandeln und abzurechnen.
Eine Familiengesellschaft ist eine Personen- oder Kapitalgesellschaft, an der ausschließlich oder überwiegend Familienmitglieder beteiligt sind, und dient der steuerlichen Optimierung und Vermögensnachfolge.
Die Betriebsschließungsversicherung sichert Arztpraxen gegen Einnahmeausfälle ab, die durch eine behördlich angeordnete Schließung wegen meldepflichtiger Krankheiten entstehen.
Die Deckungszusage ist die verbindliche Erklärung des Versicherers, dass er für einen konkreten Schadensfall oder eine Rechtsstreitigkeit Versicherungsschutz gewährt.
Der Belegarztvertrag ist die vertragliche Vereinbarung zwischen einem niedergelassenen Arzt und einem Krankenhaus, die die Nutzung von Betten und Einrichtungen für eigene Patienten regelt.
Ersatzkassen sind gesetzliche Krankenversicherungen, die ursprünglich als Alternative zu den Primärkassen gegründet wurden und heute bundesweit geöffnet sind.
Die Fortbildungspflicht verpflichtet zugelassene Ärzte, innerhalb von fünf Jahren 250 CME-Punkte zu erwerben, um die Qualifikation für die vertragsärztliche Tätigkeit zu erhalten.
Die Datenschutzfolgenabschätzung ist eine DSGVO-Pflichtprüfung für Datenverarbeitungen mit hohem Risiko, in Arztpraxen z.B. bei neuen Diagnose-IT-Systemen erforderlich.
Gewerbesteuer-Hinzurechnungen sind gesetzlich vorgeschriebene Korrekturen, durch die bestimmte Aufwendungen dem Gewerbeertrag wieder zugerechnet werden. Für Arztpraxen mit gewerblichen Einkünften relevant.
Ein Indexmietvertrag ist ein Mietvertrag, bei dem die Miethöhe automatisch an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts gekoppelt ist.
Betroffenenrechte nach DSGVO sind gesetzliche Rechte von Patienten gegenüber der Arztpraxis auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerspruch hinsichtlich ihrer personenbezogenen Daten.
Die eAU ersetzt seit 2023 den Krankenschein aus Papier: Ärzte übermitteln die AU-Bescheinigung direkt digital an die Krankenkasse des Patienten Die elektronische …
Das Doppelbesteuerungsabkommen ist ein bilateraler Staatsvertrag, der verhindert, dass Einkommen im Ausland und in Deutschland gleichzeitig besteuert wird.
Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn jemand durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall voraussichtlich auf Dauer zu mindestens 50 Prozent außerstande ist, seinen zuletzt ausgeübten Beruf auszuüben.
Der Businessplan für eine Arztpraxis ist ein strukturiertes Dokument, das Praxiskonzept, Finanzplanung, Standortanalyse und Risikobewertung zusammenfasst und für Bankfinanzierungen benötigt wird.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist das solidarisch finanzierte Pflichtversicherungssystem in Deutschland, das Arbeitnehmern bis zur Jahresarbeitsentgeltgrenze gesetzlich vorgeschrieben ist.
Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer auf gewerbliche Einkünfte. Freiberufliche Arztpraxen sind grundsätzlich befreit, GmbH-Praxen und MVZ jedoch nicht.
Der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) ist das von der Kassenärztlichen Vereinigung erlassene Regelwerk, das festlegt, nach welchen Kriterien das Gesamthonorar auf Vertragsärzte verteilt wird.
Extrabudgetäre Leistungen sind GKV-Abrechnungsleistungen, die nicht dem Regelleistungsvolumen unterliegen und vom Arzt zu festen Preisen abgerechnet werden.
Der EBM ist das Abrechnungssystem für Kassenärzte in Deutschland, das alle ärztlichen Leistungen mit Punktzahlen bewertet und die Vergütung durch die KV regelt.
Die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ermöglicht angestellten Ärzten, statt in die Deutsche Rentenversicherung in ihr berufsständisches Versorgungswerk einzuzahlen.
Die Break-even-Analyse ist ein betriebswirtschaftliches Instrument, das den Mindestumatz ermittelt, ab dem eine Arztpraxis ihre Fixkosten deckt und in die Gewinnzone eintritt.
Gewerblichkeit einer Arztpraxis bedeutet, dass ärztliche Einkünfte steuerrechtlich als gewerbliche eingestuft werden, was Gewerbesteuerpflicht und Einschränkungen auslöst.
Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, den ein Versicherer im Schadensfall pro Ereignis oder Versicherungsjahr maximal erstattet, und bestimmt den tatsächlichen Schutzumfang.
Arzneimittelregress bezeichnet die Rückforderung von Verordnungskosten durch die Kassenärztliche Vereinigung, wenn ein Arzt die vorgegebenen Richtgrößen bei Arzneimitteln überschritten hat.
Die Analogbewertung in der GOÄ ermöglicht die Abrechnung neuer oder nicht explizit aufgeführter ärztlicher Leistungen durch Bezugnahme auf eine vergleichbare, in der GOÄ enthaltene Leistungsziffer.