Die sichere Entnahmerate (englisch: Safe Withdrawal Rate, SWR) ist ein Konzept aus der Finanzplanung, das angibt, welchen Prozentsatz eines angelegten Vermögens ein Rentner jährlich entnehmen kann, ohne das Kapital vor dem statistischen Lebensende aufzuzehren. Die bekannteste Studie in diesem Bereich ist die Trinity Study, die auf Basis historischer US-Marktdaten eine sichere Entnahmerate von circa vier Prozent pro Jahr ermittelte.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die ihren Ruhestand planen, ist die sichere Entnahmerate ein wichtiges Planungsinstrument. Sie erlaubt es, rückwärts zu rechnen: Wie viel Kapital brauche ich im Ruhestand, um meinen gewünschten Lebensstandard zu finanzieren? Bei einer Entnahmerate von vier Prozent würden für 40.000 Euro Jahresentnahme eine Million Euro Kapital benötigt. Die SWR variiert je nach Anlagehorizont, Portfoliostruktur und Inflationsannahmen.

Praxishinweise

Ärzte sollten die sichere Entnahmerate als Orientierungsgröße verstehen und nicht als garantierten Wert. Individuelle Faktoren wie Restlebenserwartung, Inflationsannahmen und Portfoliostruktur können erhebliche Abweichungen bewirken. Ärzteversichert berät zu langfristiger Finanzplanung und Altersvorsorge für Ärzte und Zahnärzte.

Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →