Die Sondierungstiefe (ST) ist ein zentraler diagnostischer Parameter in der Parodontologie. Sie wird mit einer parodontalen Sonde gemessen und gibt an, wie tief die Zahnfleischtasche am jeweiligen Messpunkt ist (Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Taschengrund). Die Sondierungstiefe wird an mehreren Punkten pro Zahn gemessen und dokumentiert. Zusammen mit dem Attachmentverlust und der Blutung auf Sondierung (BOP) bildet sie die Grundlage für die Parodontitis-Diagnose.

Bedeutung für Ärzte

Für Zahnärzte ist die systematische Erhebung der Sondierungstiefen im Rahmen des Parodontalen Screeningindex (PSI) oder des vollständigen Parodontalstatus abrechnungsrelevant und Voraussetzung für die Genehmigung einer systematischen Parodontitis-Behandlung (SRP) durch die GKV. Die neue PAR-Richtlinie des G-BA schreibt genaue Anforderungen an Dokumentation und Messung vor.

Praxishinweise

Zahnärzte sollten Sondierungstiefen regelmäßig erheben, dokumentieren und bei Befundverschlechterung eine Behandlungsplanung einleiten. Die korrekte Befunddokumentation ist Grundlage für die BEMA-Abrechnung und schützt bei Haftungsfragen. Ärzteversichert informiert zu Berufshaftpflichtlösungen für Zahnärzte und parodontologische Fachpraxen.

Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.

Quellen

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