Ein Sportmundschutz ist eine individuell angefertigte oder konfektionierte Schutzvorrichtung aus Kunststoff, die beim Sport getragen wird, um Zähne, Zahnfleisch, Kiefer und Lippen vor Verletzungen durch Stöße oder Stürze zu schützen. Er wird vom Zahnarzt angepasst und ist besonders bei Kontakt- und Kampfsportarten empfohlen.
Das Wichtigste in Kürze
- Individuell angepasste Sportmundschutze bieten deutlich besseren Schutz als Konfektionsware
- Die Herstellung durch den Zahnarzt wird nach GOZ abgerechnet, da es sich um eine privatärztliche Leistung handelt
- GKV übernimmt keine Kosten für Sportmundschutze, eine Zahnzusatzversicherung kann diese Leistung einschließen
Sportmundschutz (Zahnarzt) im Kontext der Arztpraxis
Zahnärzte stellen Sportmundschutze auf Wunsch des Patienten her. Der Herstellungsprozess umfasst eine Abdrucknahme, die Modellherstellung und die individuelle Anpassung des Mundschutzes. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), da es sich um eine reine IGeL-Leistung handelt, die von keiner gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird.
Für Kinder und Jugendliche, die Mannschaftssportarten oder Kampfsport betreiben, ist der Sportmundschutz eine sinnvolle präventive Maßnahme. Zahnärzte können in ihrer Praxis aktiv auf dieses Angebot hinweisen und dadurch sowohl die Patientensicherheit fördern als auch ihr Leistungsspektrum erweitern.
Aus versicherungsrechtlicher Sicht ist es für Patienten mit Zahnzusatzversicherung sinnvoll zu prüfen, ob der gewählte Tarif Sportmundschutze oder andere präventive Zahnarztleistungen abdeckt. Einige Premium-Zahnzusatztarife schließen solche Leistungen tatsächlich ein.
Was Ärzte wissen müssen
Zahnärzte sollten ihre GOZ-Kenntnisse für präventive Leistungen auf dem aktuellen Stand halten. Ärzteversichert informiert zu Zahnzusatzversicherungen, die präventive Leistungen für Patienten abdecken.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesärztekammer – GOZ-Kommentar
- GKV-Spitzenverband – Zahnärztliche Leistungen
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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