Die Sterbegeldversicherung ist eine kapitalbildende Lebensversicherung mit einer vergleichsweise geringen Versicherungssumme, die ausschließlich für den Todesfall vorgesehen ist und im Leistungsfall zur Deckung von Bestattungskosten und unmittelbaren Hinterbliebenenausgaben dient. Typische Versicherungssummen liegen zwischen 5.000 und 15.000 Euro.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte, die bereits eine umfangreiche Risikolebensversicherung zur Absicherung der Familie besitzen, ist die Sterbegeldversicherung weniger als finanzielles Sicherungsinstrument relevant, sondern eher als liquide Soforthilfe: Der Tod eines Praxisinhabers führt zu unmittelbaren Ausgaben, die innerhalb weniger Wochen beglichen werden müssen, noch bevor der Nachlass abgewickelt ist. Bestattungskosten betragen in Deutschland durchschnittlich 7.000 bis 12.000 Euro. Sterbegeldversicherungen zahlen in der Regel innerhalb weniger Tage aus und überbrücken so einen eventuellen Liquiditätsengpass der Hinterbliebenen. Ärzteversichert empfiehlt, eine Sterbegeldversicherung nur dann abzuschließen, wenn keine ausreichend liquiden Mittel oder eine bestehende Risikolebensversicherung vorhanden sind.
Abgrenzung
Die Sterbegeldversicherung ist von der Risikolebensversicherung zu unterscheiden: Letztere sichert die langfristige Existenz der Familie mit deutlich höheren Summen. Auch von Sterbegeldkassen, die auf Gegenseitigkeit beruhen, unterscheidet sie sich als reguläres Versicherungsprodukt.
Beispiel
Eine Ärztin in Elternzeit mit geringem laufenden Einkommen schließt eine Sterbegeldversicherung über 10.000 Euro ab. Bei ihrem plötzlichen Tod können die Hinterbliebenen die Bestattungskosten unmittelbar aus dieser Versicherung bestreiten, ohne auf die Auszahlung des Nachlasses warten zu müssen.
Quellen
- Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →