Das Subsidiaritätsprinzip in der Versicherung regelt, in welcher Reihenfolge verschiedene Versicherungsträger bei einem Schaden leisten müssen. Eine subsidiäre Versicherung leistet erst, wenn alle vorrangigen (primären) Leistungsträger, Ansprüche oder eigene Mittel ausgeschöpft sind. Subsidiaritätsklauseln finden sich häufig in Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Krankentagegeldversicherungen.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die mehrere Versicherungen abgeschlossen haben, die möglicherweise denselben Schaden abdecken, ist das Subsidiaritätsprinzip wichtig. Zum Beispiel kann eine Praxishaftpflichtversicherung subsidiär gegenüber einer Berufshaftpflicht sein. In der PKV gilt die GKV als nachrangig, wenn ein Versicherter mehrfach abgesichert ist. Ärzte sollten ihre Policen auf Subsidiaritätsklauseln prüfen, um zu verstehen, welche Versicherung im Schadensfall zuerst aufgerufen wird.

Praxishinweise

Bei der Zusammenstellung des Versicherungsportfolios sollten Praxisinhaber darauf achten, ungewollte Deckungslücken durch überlappende Subsidiaritätsklauseln zu vermeiden. Ärzteversichert analysiert bestehende Policen auf Deckungslücken und überlappende Klauseln und empfiehlt optimierte Versicherungslösungen.

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Quellen

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