Thesaurierende Fonds (auch Akkumulationsfonds) schütten Erträge wie Dividenden und Zinsen nicht an die Anleger aus, sondern reinvestieren diese automatisch innerhalb des Fonds. Dies erhöht den Kurswert der Fondsanteile statt Ausschüttungen zu generieren. Thesaurierung nutzt den Zinseszinseffekt optimal und ist damit für langfristigen Vermögensaufbau besonders effizient.
Bedeutung für Ärzte
Für Ärzte in der Ansparphase sind thesaurierende ETFs und Fonds typischerweise vorteilhaft, da die automatische Wiederanlage den langfristigen Wertzuwachs maximiert. Steuerlich unterliegen auch thesaurierende Fonds seit der Investmentsteuerreform 2018 einer jährlichen Vorabpauschale. In der Rentenphase können ausschüttende Fonds praktischer sein, da sie regelmäßige Liquidität liefern ohne Fondsanteile verkaufen zu müssen.
Praxishinweise
Ärzte sollten bei der ETF-Auswahl zwischen ausschüttenden (Distributing) und thesaurierenden (Accumulating) Varianten je nach Anlageziel und Lebensphase unterscheiden. Für eine steuerneutrale Behandlung sollte der Steuerberater einbezogen werden. Ärzteversichert berät zur steueroptimierten Kapitalanlage für Ärzte.
Weiterführende Informationen bietet die Blog-Übersicht.
Quellen
- extraETF: Thesaurierend vs. ausschüttend
- Stiftung Warentest: ETF-Anlagestrategien
- Bundesministerium der Finanzen: Investmentsteuerreform
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