Die Unfallversicherung ist eine Versicherungsform, die finanzielle Leistungen erbringt, wenn eine versicherte Person infolge eines Unfalls dauerhaft in ihrer körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird oder verstirbt. Sie unterscheidet sich grundlegend von der Berufsunfähigkeitsversicherung, da sie ausschließlich Unfallfolgen absichert, nicht krankheitsbedingte Erwerbsminderung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Leistung wird erbracht bei unfallbedingter Invalidität, Tod oder Krankenhausaufenthalt
  • Invaliditätsgrade werden anhand der Gliedertaxe berechnet
  • Private Unfallversicherung ist für Ärzte eine Ergänzung, aber kein Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Unfallversicherung im Kontext der Arztpraxis

Für angestellte Ärzte besteht über die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) Schutz bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Niedergelassene Ärzte sind hingegen nicht automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert und können sich freiwillig versichern oder eine private Unfallversicherung abschließen.

Die private Unfallversicherung leistet bei Unfällen im Berufs- und Privatleben, rund um die Uhr und weltweit. Die Kernleistung ist die Invaliditätsentschädigung, die sich aus dem Invaliditätsgrad multipliziert mit der vereinbarten Versicherungssumme berechnet. Wichtige Zusatzbausteine sind die Progression (Erhöhung der Leistung bei höheren Invaliditätsgraden), Todesfallleistung und Krankenhaustagegeld.

Ärzte sollten beachten, dass die Unfallversicherung nicht leistet, wenn die Berufsunfähigkeit durch Krankheit und nicht durch Unfall eintritt. Da statistisch über 90 Prozent aller Berufsunfähigkeiten durch Krankheit entstehen, bleibt die Berufsunfähigkeitsversicherung das wichtigste Absicherungsinstrument.

Was Ärzte wissen müssen

Die private Unfallversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Kernbaustein der Absicherung. Ärzteversichert berät zu einem ausgewogenen Versicherungsschutz, der sowohl Unfall- als auch Krankheitsrisiken angemessen abdeckt.

Quellen und weiterführende Informationen

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