Der Verschuldungsgrad ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital eines Unternehmens oder einer Praxis ausdrückt. Ein Verschuldungsgrad von 2 bedeutet, dass auf jeden Euro Eigenkapital zwei Euro Fremdkapital kommen. Bei der Praxisfinanzierung wird der Verschuldungsgrad von Banken als Bonitätskennzahl herangezogen, um das Ausfallrisiko eines Kredits einzuschätzen.

Bedeutung für Ärzte

Für niedergelassene Ärzte, die ihre Praxis finanziert haben oder einen Kredit für Investitionen aufnehmen möchten, ist der Verschuldungsgrad eine relevante Kennzahl. Ein hoher Verschuldungsgrad kann die Konditionen bei neuen Darlehen verschlechtern und die Zinslast erhöhen. Gleichzeitig ist eine gewisse Fremdfinanzierung bei Praxisgründungen und -investitionen normal und wirtschaftlich sinnvoll.

Praxishinweise

Ärzte sollten ihren Verschuldungsgrad im Rahmen der Praxisbuchhaltung regelmäßig berechnen und mit Branchenkennzahlen vergleichen. Ein schrittweiser Schuldenabbau und die Bildung von Eigenkapitalreserven verbessern die finanzielle Unabhängigkeit. Für Fragen zur Praxisfinanzierung und Absicherung steht Ärzteversichert als Ansprechpartner bereit.

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Quellen

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