Ein Weiterbildungsassistent ist ein Arzt, der nach der Approbation eine strukturierte Facharztweiterbildung bei einem ermächtigten Weiterbildungsbefugten absolviert. Die Weiterbildung dauert je nach Fachrichtung zwischen zwei und sechs Jahren und schließt mit der Facharztprüfung ab. Weiterbildungsassistenten sind angestellt und unterliegen dem regulären Arbeitsrecht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Approbierter Arzt in strukturierter Facharztweiterbildung
  • Vergütung häufig nach Tarifvertrag TV-Ärzte oder individuell verhandelt
  • Anspruch auf Weiterbildungszeugnis und geordnete Übergabe bei Stellenwechsel

Weiterbildungsassistent im Kontext der Arztpraxis

Weiterbildungsassistenten in Praxen werden von ermächtigten niedergelassenen Ärzten ausgebildet. Die Kassenärztliche Vereinigung erteilt die Weiterbildungsbefugnis für bestimmte Fachgebiete und Zeiträume. Für die Praxis bietet die Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten Entlastung im Praxisalltag und die Möglichkeit, Nachwuchs zu fördern. Die Kassenärztliche Vereinigung unterstützt die Ausbildung durch Förderprogramme, etwa in der Allgemeinmedizin.

Für den Weiterbildungsassistenten selbst ist die Phase der Facharztweiterbildung eine besonders wichtige Zeit für den Aufbau der Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsabsicherung. Da das Gehalt in dieser Phase noch relativ niedrig ist, sind günstige Einsteigertarife für BU-Versicherungen attraktiv. Gleichzeitig steigt mit zunehmender klinischer Verantwortung das Haftungsrisiko.

Weiterbildungsassistenten sollten ihren Arbeitsvertrag sorgfältig lesen. Wichtige Punkte sind die Weiterbildungszeit und deren Anrechnung, die Regelung zu Nebentätigkeiten und Fortbildungsansprüche. Bei Konflikten mit dem Weiterbildungsbefugten steht die Schlichtungsstelle der Landesärztekammer zur Verfügung.

Was Ärzte wissen müssen

Ärzteversichert bietet Weiterbildungsassistenten einen kostengünstigen Einstieg in die Berufsunfähigkeitsabsicherung und erklärt, welche Absicherungsbausteine in dieser Karrierephase besonders wichtig sind.

Quellen und weiterführende Informationen

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