Als etablierter Praxisinhaber haben Sie einen funktionierenden Betrieb aufgebaut. Eine Betriebsunterbrechung durch Krankheit, Unfall oder externe Ereignisse kann diesen Betrieb innerhalb kürzester Zeit in eine existenzbedrohende Schieflage bringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Betriebsunterbrechungsversicherung deckt laufende Praxiskosten bei ärztlichem Ausfall für bis zu sechs Monate
  • Ohne ausreichenden Schutz laufen Personalkosten, Miete und Darlehen weiter, obwohl keine Einnahmen fließen
  • Die Versicherungssumme sollte regelmäßig an den tatsächlichen Praxisumsatz angepasst werden

Betriebsunterbrechung in der Phase Etablierter Praxisinhaber

Eine etablierte Arztpraxis hat monatliche Fixkosten von typischerweise 30 bis 60 Prozent des Umsatzes. Bei einem Jahresumsatz von 400.000 Euro entspricht das monatlichen Fixkosten von 10.000 bis 20.000 Euro für Personal, Miete, Leasing, Kreditraten und laufende Betriebskosten. Wenn der Praxisinhaber durch Krankheit oder Unfall für mehrere Monate ausfällt, laufen diese Kosten weiter, während die Einnahmen wegbrechen.

Die Betriebsunterbrechungsversicherung für Ärzte zahlt im Leistungsfall diese laufenden Kosten für einen definierten Zeitraum, in der Regel bis zu sechs Monate. Je nach Vertrag ist auch die Vergütung eines Vertreters (Vertragsarztvertreter) abgedeckt, der während der Ausfallzeit die Praxis weiterführt.

Die Versicherungssumme sollte an den tatsächlichen Jahresumsatz angepasst sein. Wer eine Police aus dem Niederlassungsstart noch aus einer Zeit mit deutlich niedrigerem Umsatz hat, ist möglicherweise erheblich unterversichert. Eine jährliche Überprüfung und Anpassung ist deshalb empfehlenswert.

Worauf etablierte Praxisinhaber besonders achten sollten

Neben der Betriebsunterbrechungsversicherung sollte auch die BU-Versicherung des Praxisinhabers auf ausreichende Höhe geprüft werden. Beide Versicherungen decken unterschiedliche Risiken: Die BU sichert das persönliche Einkommen des Arztes, die Betriebsunterbrechungsversicherung die laufenden Praxiskosten. Ärzteversichert führt regelmäßige Überprüfungen beider Policen durch.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein verbreiteter Fehler ist die Unterversicherung durch eine Versicherungssumme, die mit dem wachsenden Praxisumsatz nicht mitgewachsen ist. Auch das Fehlen einer Regelung für die Vertreterkosten ist eine häufige Lücke in den Policen von Praxisinhabern.

Fazit

Die Betriebsunterbrechungsversicherung ist für den etablierten Praxisinhaber eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt und sollte immer auf dem aktuellen Stand des Praxisumsatzes sein. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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