Als etablierter Praxisinhaber verfügen Sie über ein hohes Einkommen und gute Möglichkeiten, Vermögen aufzubauen. ETF-Sparpläne sind die kostengünstigste und renditestarke Form der Kapitalanlage für Privatanleger und gehören zu den wichtigsten Bausteinen einer umfassenden Vermögensstrategie.
Das Wichtigste in Kürze
- Breit gestreute ETFs auf den MSCI World oder MSCI ACWI bieten langfristig die beste Rendite-Risiko-Relation
- Ein monatlicher Sparplan von 2.000 bis 5.000 Euro ist für etablierte Praxisinhaber realistisch und sinnvoll
- Kapitalertragsteuer und Abgeltungssteuer fallen erst bei der Realisierung von Gewinnen an
ETF-Sparplan in der Phase etablierter Praxisinhaber
Ein etablierter Praxisinhaber mit einem Jahresgewinn von 250.000 Euro sollte nach Abzug von Steuern, Lebenshaltungskosten und Pflichtbeiträgen zum Versorgungswerk monatlich 2.000 bis 5.000 Euro für den freien Vermögensaufbau zur Verfügung haben. ETF-Sparpläne auf globale Aktienindizes sind dabei die effizienteste Wahl.
Beim MSCI World ETF sind rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern abgebildet. Historisch erzielte dieser Index über 15 bis 20 Jahre Renditen von 7 bis 9 Prozent jährlich vor Steuern. Bei einem monatlichen Sparplan von 3.000 Euro und einer angenommenen Rendite von 7 Prozent wächst das Depot in 15 Jahren auf rund 930.000 Euro, in 20 Jahren auf etwa 1,8 Millionen Euro.
Steuerlich werden ETF-Gewinne mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag belastet. Thesaurierende ETFs ermöglichen die Stundung von Steuern bis zur Entnahme. Über eine Holding-Gesellschaft können Praxisinhaber ETF-Investments zudem günstiger versteuern, da Unternehmensgewinne zum Teil steuerbefreit reinvestiert werden können.
Worauf etablierte Praxisinhaber besonders achten sollten
Prüfen Sie, ob eine Kapitalgesellschaft (z.B. GmbH) als Investitionsvehikel für ETF-Investitionen steuerlich vorteilhaft ist. Ärzteversichert empfiehlt die enge Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, um die optimale Kombination aus ETF-Sparplan, Rürup-Rente und anderen Vorsorgeprodukten zu finden.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Viele Praxisinhaber investieren zu wenig, weil sie das Geld zunächst in die Praxis reinvestieren. Außerdem werden ETF-Sparpläne oft zu früh aufgelöst, wenn die Börse schwankt, was langfristige Renditen erheblich schmälert.
Fazit
Ein konsequenter ETF-Sparplan ist für etablierte Praxisinhaber einer der einfachsten und effektivsten Wege zum Vermögensaufbau. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Kapitalertragsteuer
- BaFin – Wertpapieranlage
- Bundesärztekammer – Finanzberatung für Ärzte
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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