Als Assistenzarzt verfügen Sie erstmals über ein regelmäßiges Einkommen, das eine strukturierte Geldanlage ermöglicht. Der frühe Start zahlt sich aus: Wer mit 28 Jahren beginnt, hat gegenüber jemandem, der erst mit 38 Jahren startet, bei gleicher Sparrate und gleicher Rendite einen enormen Vorsprung. Die richtigen Produkte gewählt, wächst das Vermögen fast automatisch.
Das Wichtigste in Kürze
- Assistenzarztgehalt nach TV-Ärzte: 5.500 bis 7.000 Euro brutto, ca. 3.300 bis 4.200 Euro netto
- ETF-Sparplan mit 300 bis 500 Euro monatlich ist ein guter Einstieg
- Versorgungswerk und BU-Versicherung haben Vorrang vor rein spekulativen Anlagen
Geldanlage in der Phase Assistenzarzt
Nach Abzug von Miete, Lebenshaltungskosten und Versorgungswerksbeiträgen bleiben Assistenzärzten je nach Lebenssituation 500 bis 1.500 Euro monatlich für freie Geldanlage. Priorität hat zunächst die Absicherung: Eine BU-Versicherung und ein Notgroschen von drei bis sechs Monatseinkommen sollten vorhanden sein, bevor Risikoinvestments getätigt werden.
Für die langfristige Vermögensanlage empfehlen sich breit gestreute Aktienfonds in Form von ETFs. Der MSCI World ETF oder der FTSE All-World Index bilden mehr als 1.500 Unternehmen weltweit ab und haben historisch eine Rendite von 6 bis 8 Prozent jährlich erzielt. Ein monatlicher Sparplan von 300 Euro über 30 Jahre ergibt bei 7 Prozent Rendite ein Endvermögen von ca. 340.000 Euro aus nur 108.000 Euro eingezahlten Beiträgen.
Riester-Rente ist für Assistenzärzte, die im Versorgungswerk pflichtversichert sind, in der Regel nicht vorteilhaft, da die staatliche Förderung auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgerichtet ist. Attraktiver sind freiwillige Zuzahlungen ins Versorgungswerk oder eine Rürup-Rente, deren Beiträge steuerlich absetzbar sind.
Worauf Assistenzärzte besonders achten sollten
Assistenzärzte sollten ihre Geldanlage auf eine breite Basis stellen und keine Klumpenrisiken durch Einzelaktien eingehen. Ärzteversichert unterstützt bei der Abstimmung zwischen Sparzielen, Versicherungsabsicherung und steuerlichen Optimierungsmaßnahmen.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Typische Fehler sind übermäßige Investitionen in teure aktiv gemanagte Fonds mit hohen Ausgabeaufschlägen, das Aussetzen von Sparplänen in Börsenphasen mit Kurskorrekturen und das Ignorieren der steuerlichen Absetzbarkeit von Vorsorgeaufwendungen.
Fazit
Wer als Assistenzarzt früh mit einer strukturierten Geldanlage beginnt, legt den Grundstein für finanzielle Unabhängigkeit im späteren Leben. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Kapitalanlage
- BaFin – Anlegerschutz
- Bundesärztekammer – Versorgungswerk
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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