Die Elternzeit bietet trotz reduzierten Einkommens eine wertvolle Gelegenheit, Geldanlagestrategien zu strukturieren und neue Finanzentscheidungen zu treffen. Mit dem Elterngeld als Basis lassen sich auch in dieser Lebensphase sinnvolle Anlageentscheidungen treffen, die langfristig Früchte tragen. Wer die Elternzeit nutzt, um das Finanzfundament zu stärken, profitiert nach dem Berufseinstieg umso mehr.
Das Wichtigste in Kürze
- Elterngeld nicht verbrauchen, sondern Sparrate aufrechterhalten
- ETF-Sparplan auch mit kleinen Beträgen ab 25 Euro monatlich weiterführen
- Steuerliche Besonderheiten der Elternzeit bei Kapitalanlagen berücksichtigen
Geldanlage in der Phase Elternzeit
In der Elternzeit sinkt das verfügbare Einkommen durch das Elterngeld erheblich, das auf maximal 1.800 Euro monatlich (oder 2.800 Euro bei ElterngeldPlus) begrenzt ist. Dennoch sollten Ärztinnen und Ärzte die Sparrate nicht vollständig einstellen. Selbst eine reduzierte monatliche ETF-Sparplanrate von 50 bis 100 Euro hält die Anlagedisziplin aufrecht und profitiert vom Zinseszinseffekt.
Wichtig ist die Auswahl geeigneter Anlageformen für die Elternzeit. Aktive Wertpapiertransaktionen sollten aufgrund des Zeitmangels mit einem Neugeborenen reduziert werden. Passiv gemanagte Indexfonds (ETFs) laufen ohne aktives Eingreifen. Bestehende Sparverträge für Riester oder Rürup können während der Elternzeit beitragsfrei gestellt werden, was die monatliche Liquidität erhöht. Die steuerliche Förderung wird damit zwar unterbrochen, aber nicht verloren.
Ein häufig übersehener Aspekt ist die Nutzung des Freistellungsauftrags: In der Elternzeit mit reduziertem Einkommen können Kapitalerträge bis zum Freibetrag (1.000 Euro pro Person, 2.000 Euro bei Ehepaaren in 2025) steuerfrei vereinnahmt werden. Wer Depots umstrukturiert und Gewinne realisiert, kann dies in steuergünstigeren Elternzeitjahren tun.
Worauf Ärzte in der Elternzeit besonders achten sollten
Ärzte in der Elternzeit sollten sicherstellen, dass laufende Sparverträge und Versicherungsbeiträge nicht durch Liquiditätsengpässe in Verzug geraten. Ärzteversichert unterstützt bei der Prüfung, welche Versicherungsbeiträge gestundet oder reduziert werden können, ohne den Versicherungsschutz zu gefährden.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Typische Fehler sind das vollständige Aussetzen von Sparmaßnahmen in der Elternzeit sowie das Auflösen von Depots für kurzfristige Ausgaben, was den Aufbau des Vermögens erheblich verzögert.
Fazit
Geldanlage in der Elternzeit ist möglich und sinnvoll. Wer die Grundsätze langfristiger Anlage auch in dieser Phase beibehält, legt den Grundstein für dauerhaften Vermögensaufbau. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Kapitalertragsteuer
- Bundesgesundheitsministerium – Elterngeld
- GKV-Spitzenverband – Familienversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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