Das Praktische Jahr ist die letzte Studienphase vor der Approbation. Mit der PJ-Aufwandsentschädigung von typischerweise 400 bis 1.500 Euro monatlich beginnt für viele Medizinstudierende die erste eigenständige Einkommenssituation. Früh mit dem Aufbau von Finanzkompetenz zu beginnen, zahlt sich ein Leben lang aus.
Das Wichtigste in Kürze
- Mit kleinen ETF-Sparplänen ab 25 Euro monatlich kann der Vermögensaufbau schon im PJ beginnen
- Tages- und Festgeld sichern den Notgroschen, Aktien-ETFs dienen dem langfristigen Vermögensaufbau
- Finanzielle Gewohnheiten, die im PJ aufgebaut werden, wirken sich positiv auf die gesamte Karriere aus
Geldanlage in der Phase PJ
Im Praktischen Jahr verdienen angehende Ärzte in Deutschland meist zwischen 400 und 1.500 Euro monatlich, je nach Universitätsklinikum oder akademischem Lehrkrankenhaus. Der Spielraum für Investitionen ist gering, aber vorhanden. Wer bereits in dieser Phase beginnt, regelmäßig zu sparen und zu investieren, entwickelt Finanzgewohnheiten, die sich später bei deutlich höheren Einkommen potenzieren.
Ein einfacher ETF-Sparplan auf einen weltweit diversifizierten Index (z.B. MSCI World ACWI) kostet bei vielen Neobroker-Anbietern keine Depotgebühren und kann bereits ab 25 Euro monatlich bespart werden. Wer im PJ 50 Euro monatlich investiert und dies 30 Jahre lang bei einer angenommenen Rendite von 7 Prozent durchhält, erzielt ein Endvermögen von rund 58.000 Euro, ohne den deutlich höheren Beiträgen der späteren Karrierejahre.
Gleichzeitig sollte im PJ ein kleiner Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto aufgebaut werden. Ein Betrag von 1.000 bis 2.000 Euro deckt unvorhergesehene Ausgaben wie Autoreparaturen oder Umzugskosten ab. Erst wenn dieser Puffer vorhanden ist, sollte mit dem Investieren in Wertpapiere begonnen werden.
Worauf PJ-Studenten besonders achten sollten
Vermeiden Sie teure Konsumentenkredite und Überziehungszinsen. Ärzteversichert empfiehlt, schon im PJ eine kostenlose Kreditkarte und ein Tagesgeldkonto einzurichten und mit dem allerersten Sparplan zu beginnen, auch wenn der Betrag zunächst sehr klein ist.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Viele PJler konsumieren das gesamte Gehalt und denken nicht ans Sparen. Anderen fehlt das Grundlagenwissen über Finanzmärkte, was später zu schlechten Anlageentscheidungen führt. Der größte Fehler ist jedoch, gar nichts zu tun.
Fazit
Bereits im PJ mit kleinen Schritten in die Geldanlage einzusteigen, ist eine der klügsten Entscheidungen, die angehende Ärzte treffen können. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Sparen und Anlegen
- BaFin – Anlegerschutz
- Bundesärztekammer – Medizinstudium und Berufseinstieg
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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