Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist ein wichtiger Moment für die Kapitalanlagestrategie: Das Einkommen steigt wieder, möglicherweise gibt es neue familiäre Verpflichtungen, und die Rentenphase ist ein paar Jahre näher gerückt. Ein Update der Anlagestrategie zahlt sich jetzt aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Wiedereinstieg sollte die bestehende Kapitalanlagestrategie überprüft und an die neue Lebenssituation angepasst werden.
  • ETF-Sparpläne, die während der Elternzeit pausiert wurden, sollten beim Wiedereinstieg reaktiviert und idealerweise erhöht werden, um entgangene Einzahlungen zu kompensieren.
  • Neue Verpflichtungen (Kindervorsorge, möglicherweise neue Immobilienpläne) sollten in die Gesamtstrategie integriert werden.

Kapitalanlage in der Phase Wiedereinstieg

Während der Elternzeit war das Einkommen reduziert, Sparpläne wurden möglicherweise pausiert oder reduziert. Mit dem Wiedereinstieg ist jetzt der Zeitpunkt, diese Pause zu beenden und die Kapitalanlagestrategie mit neuem Schwung fortzuführen.

Der erste Schritt ist ein Bestandscheck: Was liegt im Depot? Wie hat sich das Portfolio während der Elternzeit entwickelt? Sind die Sparpläne noch aktiv? Welche Anlagen sind noch zeitgemäß? Mit dem Wiedereinstieg und dem steigenden Einkommen bietet sich die Gelegenheit, die Sparrate zu erhöhen.

Für Ärzte mit Kindern kommt beim Wiedereinstieg häufig die Frage nach der Kindervorsorge auf. Für Kinder unter 18 Jahren eignen sich ETF-Sparpläne im Depot des Kindes (Freistellungsauftrag nutzbar) oder eigenständige Sparpläne im Rahmen eines Juniorendepots. Die steuerliche Lage ist für Kinder in der Regel günstiger als für Eltern mit hohem Einkommen.

Ein weiterer Aspekt beim Wiedereinstieg ist die Überprüfung der Anlageziele. Wer nach der Elternzeit das 40. Lebensjahr überschritten hat, hat noch etwa 25 bis 27 Jahre bis zur Rente. Der Zeithorizont ist lang genug für ein aktienlastiges Portfolio, das höhere Renditen ermöglicht.

Worauf Ärzte beim Wiedereinstieg besonders achten sollten

Wer während der Elternzeit aus finanziellen Gründen Depotanteile verkauft hat, sollte den Wiederaufbau des Portfolios mit Bedacht planen und nicht einmalig große Summen investieren, sondern kontinuierlich über monatliche Sparpläne. Ärzteversichert berät beim Überblick über die Gesamtfinanzsituation nach der Elternzeit.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Vergessen, pausierte Sparpläne beim Wiedereinstieg wieder zu aktivieren. Ein zweiter Fehler ist die zu konservative Neuausrichtung des Portfolios nach der Elternzeit aus Vorsicht, obwohl der Anlagehorizont noch lang genug für Aktien ist.

Fazit

Der Wiedereinstieg ist ein guter Zeitpunkt, die Kapitalanlagestrategie zu aktualisieren und neue Sparziele zu setzen. Wer jetzt konsequent investiert, holt einen Teil der Elternzeitpause auf. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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