Im Praktischen Jahr ist das Einkommen sehr begrenzt. Dennoch können Kreditaufnahmen in dieser Phase notwendig sein, sei es für Umzugskosten, ein Auto oder überbrückende Lebenshaltungskosten. Dabei sollte man bewusst und verantwortungsvoll vorgehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • PJ-Studenten mit geringem oder keinem Einkommen haben eingeschränkte Möglichkeiten bei der Kreditaufnahme
  • Staatliche Förderangebote wie BAföG und Bildungsfonds können eine Alternative zu kommerziellen Krediten sein
  • Schulden aus dem PJ können den finanziellen Start als Assistenzarzt erheblich belasten

Kreditaufnahme in der Phase Praktisches Jahr

Das PJ ist für viele Medizinstudierende eine finanziell schwierige Zeit. Die Aufwandsentschädigung variiert je nach Bundesland und Klinik zwischen 0 und etwa 700 Euro monatlich, was selten die Lebenshaltungskosten vollständig deckt. Wenn PJ-Studenten in einem anderen Ort als dem Studienort ihr PJ absolvieren, kommen Wohnkosten für eine Zweitunterkunft hinzu.

Wer in dieser Phase einen Kredit aufnimmt, sollte zunächst prüfen, ob staatliche Hilfen ausgeschöpft sind. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zahlt auch im PJ, sofern die allgemeinen Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Spezielle Bildungsfonds und zinsgünstige Studienkredite der KfW-Bank bieten außerdem günstigere Konditionen als Konsumentenkredite von Geschäftsbanken.

Sollte trotzdem ein Ratenkredit notwendig sein, empfiehlt es sich, die Summe so gering wie möglich zu halten und eine möglichst kurze Laufzeit zu wählen. Das Assistenzarzt-Gehalt erlaubt eine zügige Rückzahlung, aber Schuldenberge aus dem Studium können den finanziellen Start erheblich belasten. Kredite mit sehr langen Laufzeiten können durch Zinskosten deutlich teurer werden als erwartet.

Worauf Praktische-Jahr-Studenten besonders achten sollten

Wer mit dem PJ-Abschluss unmittelbar in die Assistenzarztphase übergeht, sollte alle Kreditverpflichtungen klar im Blick haben. Ärzteversichert empfiehlt, beim Einstieg als Assistenzarzt eine vollständige Finanzplanung aufzustellen, die alle bestehenden Schulden berücksichtigt, damit ein gesunder Aufbau von Rücklagen und Altersvorsorge möglich wird.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist die Aufnahme von Konsumentenkrediten für kurzfristige Wünsche, die eigentlich aufschiebbar wären. Auch das fehlende Vergleichen von Kreditkonditionen führt dazu, dass unnötig hohe Zinsen gezahlt werden.

Fazit

Kreditaufnahmen im PJ sollten auf das absolut Notwendige beschränkt werden, damit der Berufseinstieg als Assistenzarzt ohne unnötige Schuldenlast beginnt. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

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