In der Elternzeit bricht das Einkommen auf Elterngeldniveau ein, während viele Ausgaben konstant bleiben. Ein ausreichender Notgroschen, der vor der Elternzeit aufgebaut wurde, ist der wichtigste Schutz vor unerwarteten finanziellen Engpässen in dieser Phase.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Notgroschen sollte vor Beginn der Elternzeit mindestens sechs Monatslöhne umfassen
- Das Elterngeld beträgt maximal 1.800 Euro monatlich und deckt hohe Lebenshaltungskosten nicht vollständig ab
- Unvorhergesehene Ausgaben (Reparaturen, Erkrankungen) treffen in der Elternzeit besonders hart
Notgroschen in der Phase Elternzeit
Während der Elternzeit werden die bisherigen Einnahmen durch Elterngeld ersetzt, das 65 bis 67 Prozent des Nettoeinkommens beträgt, maximal jedoch 1.800 Euro monatlich. Für einen Arzt oder eine Ärztin mit einem Nettoeinkommen von 5.000 Euro monatlich stellt dies eine erhebliche Einkommensreduktion dar. Die laufenden Ausgaben für Miete, Kreditraten, Versicherungen und Lebenshaltung bleiben jedoch nahezu unverändert.
Ein Notgroschen von mindestens sechs Nettomonatsgehältern aus der Zeit vor der Elternzeit schafft den nötigen Puffer. Bei einem Nettoeinkommen von 4.500 Euro wären das 27.000 Euro als Liquiditätsreserve. Dieser Betrag sollte auf einem Tagesgeldkonto geparkt werden und jederzeit abrufbar sein.
Die Elternzeit ist keine gute Zeit für riskante Investitionen oder den Aufbau langfristiger Sparverträge mit hohen Beiträgen. Stattdessen sollte die Priorität auf Liquiditätssicherung liegen. Laufende Sparpläne können vorübergehend reduziert oder pausiert werden, ohne langfristig erhebliche Nachteile zu haben.
Worauf Ärzte in der Elternzeit besonders achten sollten
Reduzieren Sie vor der Elternzeit alle nicht zwingenden Ausgaben und bauen Sie gezielt den Notgroschen auf. Ärzteversichert hilft Ihnen auch dabei, bestehende Versicherungsverträge auf mögliche Beitragsreduktionen während der Elternzeit zu prüfen.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Viele Ärzte unterschätzen, wie schnell der Notgroschen in der Elternzeit durch unerwartete Ausgaben aufgezehrt wird. Außerdem wird der Notgroschen oft in renditeschwachen Girokonten geparkt statt auf verzinsten Tagesgeldkonten.
Fazit
Ein gut aufgebauter Notgroschen ist in der Elternzeit das wichtigste Sicherheitsnetz gegen unvorhergesehene finanzielle Belastungen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium für Familie – Elterngeld
- Gesetze im Internet – BEEG
- Bundesfinanzministerium – Finanzplanung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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