Ein Notgroschen ist die grundlegendste Form der finanziellen Absicherung und sollte bereits im Praktischen Jahr aufgebaut werden. Wer eine Liquiditätsreserve hat, kann unvorhergesehene Ausgaben abfedern, ohne in Finanzierungsengpässe zu geraten. Im PJ ist der Spielraum zwar eng, aber ein kleiner Puffer ist besser als keiner.

Das Wichtigste in Kürze

  • Notgroschen von mindestens drei Monatseinkommen auf Tagesgeldkonto halten
  • Im PJ: 2.000 bis 4.000 Euro als erreichbarer Zielwert für den Notgroschen
  • Separate Konten für Notgroschen und laufende Ausgaben empfehlenswert

Notgroschen in der Phase Praktisches Jahr

Im PJ fließen monatlich je nach Klinik 400 bis 1.300 Euro als Aufwandsentschädigung. Nach Miete, Lebenshaltung und Versicherungen bleibt wenig. Dennoch sollte ein Teil, auch wenn es nur 50 bis 100 Euro monatlich sind, konsequent zur Seite gelegt werden. Das Ziel ist ein Puffer von mindestens 2.000 bis 3.000 Euro, der im Notfall sofort verfügbar ist.

Der Notgroschen dient für Ausgaben, die nicht geplant waren: Defekte Geräte, Autoreparatur, kurzfristige Reisen für Bewerbungsgespräche oder unerwartete Mieterhöhungen. Wer keinen Puffer hat, greift auf Kreditkarten oder Dispositionskredite zurück, die hohe Zinsen verursachen. Der Notgroschen verhindert eine Schuldenspirale.

Das Geld sollte auf einem Tagesgeldkonto liegen, das eine etwas bessere Verzinsung als ein Girokonto bietet und täglich verfügbar ist. Viele Direktbanken bieten Tagesgeldkonten ohne Mindesteinlage an. Das Wichtigste ist die Zugänglichkeit: Der Notgroschen muss innerhalb von ein bis zwei Werktagen abrufbar sein.

Worauf Praktische-Jahr-Studierende besonders achten sollten

PJler sollten den Notgroschen nicht mit dem Investitionskapital für ETFs oder andere Anlagen vermischen. Er ist ein separater Sicherheitspuffer, kein Investmentkapital. Ärzteversichert empfiehlt parallel zum Notgroschen auch eine Haftpflichtversicherung, die in unvorhergesehenen Schadenssituationen die Kosten abdeckt.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Typische Fehler sind das Aufbrauchen des Notgroschens für konsumtive Ausgaben sowie das Fehlen einer klaren Grenze zwischen Notgroschen und Investitionskapital.

Fazit

Ein Notgroschen im PJ ist der erste Schritt zur finanziellen Stabilität. Klein anfangen, konsequent aufbauen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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