Als Assistenzarzt denkt man selten an Pflegebedürftigkeit im Alter. Und doch ist genau jetzt der beste Zeitpunkt, um eine Pflegezusatzversicherung zu sehr günstigen Konditionen abzuschließen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Eintrittsalter ist der wichtigste Faktor für die Prämie einer Pflegezusatzversicherung
  • Mit 30 Jahren zahlt man für guten Schutz oft weniger als 30 Euro monatlich
  • Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Ernstfall nur 40 bis 50 Prozent der tatsächlichen Heimkosten

Pflegezusatzversicherung in der Phase Assistenzarzt

Ein Assistenzarzt, der mit 30 Jahren eine Pflegezusatzversicherung mit 100 Euro Tagegeld bei Pflegegrad 4 abschließt, zahlt dafür monatlich etwa 25 bis 40 Euro. Wer die gleiche Absicherung mit 50 Jahren abschließt, zahlt 90 bis 140 Euro monatlich. Der frühere Abschluss spart über die Laufzeit erhebliche Beträge, selbst wenn man die günstigen frühen Prämien berücksichtigt.

Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet bei vollstationärer Pflege in Pflegegrad 5 aktuell 2.005 Euro monatlich. Ein Heimplatz kostet 3.000 bis 5.000 Euro je nach Region. Die Eigenbelastung liegt damit bei bis zu 3.000 Euro monatlich über viele Jahre. Eine ergänzende private Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke durch ein tägliches Tagegeld oder die direkte Kostenerstattung.

Es gibt staatlich geförderte Pflegezusatzversicherungen (das sogenannte Pflege-Bahr), bei denen man mindestens 10 Euro monatlich einzahlt und eine staatliche Förderung von 5 Euro pro Monat erhält. Diese Produkte sind günstig, aber in der Regel weniger umfangreich als ungeförderte Policen.

Worauf Assistenzärzte besonders achten sollten

Beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung sollte man auf eine garantierte Leistungsdynamisierung achten, die sicherstellt, dass die Leistung mit den steigenden Pflegekosten mithalten kann. Ärzteversichert vergleicht die verfügbaren Produkte und zeigt, welche Police das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Assistenzärzte bietet.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Abschließen der günstigsten Police ohne Blick auf die Leistungsdetails. Manche Policen zahlen erst ab Pflegegrad 3, was die tatsächliche Absicherung im Ernstfall stark einschränkt.

Ebenfalls problematisch: das Abschließen mit zu niedrigem Tagegeld. 30 Euro täglich klingt viel, sind aber monatlich nur 900 Euro, was bei Heimkosten von 4.000 Euro nur einen kleinen Beitrag leistet.

Fazit

Mit 30 Jahren eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen ist eine der günstigsten und klügsten Vorsorgeentscheidungen, die Assistenzärzte treffen können. Der Schutz kostet wenig und der Gewinn im Alter ist erheblich. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

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