Die Elternzeit lenkt den Fokus auf Familie und Kind, doch sie ist auch ein günstiger Moment, die eigene langfristige Pflegeabsicherung zu überdenken. Gerade jetzt, mit einem kleinen Kind und dem Bewusstsein für Fürsorge, ist das Thema besonders nahbar.
Das Wichtigste in Kürze
- Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung deckt maximal 2.015 Euro monatlich bei Pflegegrad 5, während vollstationäre Heimkosten 4.000 bis 5.500 Euro betragen.
- In der Elternzeit können Pflegezusatzversicherungen zu Vorzugskonditionen abgeschlossen werden, da das Alter noch relativ jung ist.
- Eine monatliche Prämie von 30 bis 60 Euro sichert bei einem 33-Jährigen ein Pflegetagegeld von 50 bis 80 Euro täglich ab.
Pflegezusatzversicherung in der Phase Elternzeit
Ärzte in der Elternzeit sind in der Regel zwischen 30 und 40 Jahre alt, ein Alter, in dem Pflegezusatzversicherungen zu günstigen Konditionen abgeschlossen werden können. Die monatliche Prämie für ein Pflegetagegeld von 50 Euro täglich liegt für einen 33-Jährigen in guter Gesundheit bei etwa 25 bis 45 Euro monatlich, je nach Anbieter und Karenzzeit.
Die Elternzeit bietet auch Zeit für Recherche und Überlegungen, die im normalen Arbeitsalltag oft zu kurz kommen. Ein Pflegetagegeld von 50 Euro täglich ergibt 1.500 Euro monatlich, was in Kombination mit der gesetzlichen Pflichtleistung die typische Versorgungslücke weitgehend schließt.
Für Ärzte, die in der Elternzeit das Budget eng halten müssen, bieten sich staatlich geförderte Pflegezusatzversicherungen (sogenannte Pflege-Bahr-Policen) an, die mit einem Zuschuss von 5 Euro monatlich gefördert werden und ohne Gesundheitsprüfung abschließbar sind, allerdings mit Mindestwartezeiten und begrenzten Leistungen.
Worauf Ärzte in der Elternzeit besonders achten sollten
In der Elternzeit sollte geprüft werden, ob bestehende Pflegezusatzversicherungen beitragsfrei gestellt werden können, um das Budget zu schonen, ohne den Schutz zu verlieren. Ärzteversichert berät bei der Analyse bestehender Verträge und zeigt Möglichkeiten zur Anpassung an die veränderte Einkommenssituation während der Elternzeit auf.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein verbreiteter Fehler ist das vollständige Aufschieben der Pflegezusatzversicherung auf "später", wenn das Alter höher ist und die Prämien erheblich teurer werden. Ein zweiter Fehler ist die Wahl eines zu niedrigen Tagegeldes, das bei steigenden Heimkosten in 30 Jahren nicht mehr ausreicht.
Fazit
Die Elternzeit ist eine gute Gelegenheit, das Thema Pflegezusatzversicherung anzugehen. Günstiges Einstiegsalter und ausreichend Recherchezeitraum sprechen dafür. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium für Gesundheit – Pflegeversicherung
- GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
- GDV – Private Pflegeversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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