Als etablierter Praxisinhaber haben Sie in jahrzehntelanger Arbeit ein Vermögen aufgebaut und eine funktionierende Praxis geführt. Das Pflegekostenrisiko wird mit zunehmendem Alter konkreter, und eine fehlende Absicherung kann das aufgebaute Vermögen im Pflegefall innerhalb weniger Jahre aufzehren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stationäre Pflege kostet in Deutschland durchschnittlich 2.500 bis 3.500 Euro Eigenanteil pro Monat
  • Je früher die Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge
  • Etablierte Praxisinhaber sollten die Police mit der Praxisnachfolgeplanung abstimmen

Pflegezusatzversicherung in der Phase etablierter Praxisinhaber

Als niedergelassener Arzt in einer etablierten Praxis verfügen Sie typischerweise über ein Jahreseinkommen von 150.000 bis 300.000 Euro. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten: Bei Pflegegrad 5 zahlt die Pflegekasse maximal 2.005 Euro monatlich für vollstationäre Pflege, während die tatsächlichen Kosten in einem Pflegeheim 4.000 bis 6.000 Euro monatlich betragen können. Die Differenz tragen Sie selbst oder Ihre Angehörigen.

Als Praxisinhaber profitieren Sie von PKV-Tarifen mit leistungsstarken Pflegetagegeldoptionen. Eine Police mit einem Pflegetagegeld von 100 bis 150 Euro schließt die Lücke weitgehend. Entscheidend ist: Im Alter zwischen 50 und 60 Jahren sind die Beiträge noch moderat, während sie mit 65 Jahren erheblich ansteigen oder Gesundheitsprüfungen schwieriger werden.

Für etablierte Praxisinhaber lohnt sich zudem die Prüfung einer Pflegerente, die unabhängig vom tatsächlichen Aufwand eine monatliche Rente auszahlt. Kombiniert mit der Versorgungswerk-Rente und eventuellen Immobilienerträgen lässt sich so ein Pflegefall finanziell absichern, ohne das Praxisvermögen oder das Familienerbe antasten zu müssen.

Worauf etablierte Praxisinhaber besonders achten sollten

Klären Sie frühzeitig, ob Ihre PKV eine integrierte Pflegezusatzversicherung enthält oder ob ein separater Vertrag sinnvoller ist. Ärzteversichert unterstützt Sie beim Vergleich von Pflegetagegeld-, Pflegekostenersatz- und Pflegerentenpolicen, die auf Ihre individuelle Situation als Praxisinhaber zugeschnitten sind. Achten Sie besonders auf Wartezeiten, die Dynamisierung der Leistung und den Verzicht auf Leistungskürzungen bei Eintritt in den Pflegefall.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Viele Praxisinhaber unterschätzen das Pflegekostenrisiko und verlassen sich auf ihre Ersparnisse. Ein zweijähriger Pflegeaufenthalt kann jedoch Kosten von 100.000 Euro und mehr verursachen. Ein weiterer Fehler ist, die Pflegezusatzversicherung zu spät abzuschließen: Nach dem 60. Lebensjahr wird es deutlich teurer, und vorhandene Vorerkrankungen können zur Ablehnung oder zu Beitragsaufschlägen führen. Ignorieren Sie auch nicht die Inflation der Pflegekosten, die in den letzten zehn Jahren um rund 3 bis 4 Prozent pro Jahr gestiegen sind.

Fazit

Wer als etablierter Praxisinhaber frühzeitig eine passende Pflegezusatzversicherung abschließt, schützt sein Lebenswerk und entlastet seine Familie. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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