Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Pflegefall nur einen Teil der Kosten. Wer als Facharzt in seinen besten Einkommensjahren frühzeitig eine Pflegezusatzversicherung abschließt, sichert sich günstige Prämien und schützt sein Vermögen im Alter.
Das Wichtigste in Kürze
- Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt bei Pflegegrad 5 maximal 2.005 Euro monatlich für stationäre Pflege
- Die tatsächlichen Heimkosten liegen 2025 vielerorts bei 3.500 bis 5.000 Euro monatlich
- Wer mit 40 Jahren eine Pflegezusatzversicherung abschließt, zahlt deutlich weniger als mit 55
Pflegezusatzversicherung in der Phase Facharzt
Ein Heimplatz kostet in Deutschland je nach Region 3.000 bis 5.500 Euro monatlich. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet bei Pflegegrad 5 im stationären Bereich 2.005 Euro. Die Differenz von 1.000 bis 3.500 Euro muss der Pflegebedürftige aus eigenen Mitteln aufbringen. Über mehrere Jahre Pflegebedürftigkeit summiert sich das schnell auf 100.000 bis 300.000 Euro.
Die private Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke. Es gibt zwei Hauptmodelle: das Pflegetagegeld, das einen täglichen Betrag je nach Pflegegrad zahlt, und die Pflegekostenversicherung, die tatsächliche Mehrkosten erstattet. Für Ärzte ist das Pflegetagegeld oft flexibler, da die Leistung nicht an bestimmte Kosten gebunden ist.
Wer mit 40 Jahren einen täglichen Pflegetagegeld-Anspruch von 100 Euro (3.000 Euro monatlich) bei Pflegegrad 5 absichert, zahlt monatlich etwa 60 bis 90 Euro Prämie. Mit 55 Jahren ist die gleiche Absicherung bereits 130 bis 180 Euro monatlich teurer, weil das Eintrittsalter die Prämie stark beeinflusst.
Worauf Fachärzte besonders achten sollten
Bei der Wahl einer Pflegezusatzversicherung sind Leistungsbeginn (ab Pflegegrad 1, 2 oder 3), Wartezeiten und die Dynamik der Leistung (steigt die Leistung mit der Inflation?) entscheidend. Ärzteversichert vergleicht für Fachärzte die marktüblichen Pflegezusatzprodukte und findet die Police mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für die jeweilige Lebenssituation.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein häufiger Fehler ist das Verschieben des Abschlusses auf "später". Jedes Jahr des Wartens kostet in der Lebenszeit der Police hunderte bis tausende Euro mehr an Prämien.
Ebenfalls problematisch: das Verlassen auf die eigene Praxis als Vermögensgrundlage. Die Praxis ist bei Pflegebedürftigkeit oft bereits abgegeben oder ihren Wert durch Liquidierung verloren.
Fazit
Eine Pflegezusatzversicherung ist für Fachärzte in den mittleren Berufsjahren eine der vorausschauendsten Entscheidungen, die man für das Alter treffen kann. Wer jetzt handelt, spart langfristig viel Geld. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium für Gesundheit – Pflegeversicherung und Pflegegrade
- GDV – Private Pflegezusatzversicherung im Überblick
- BaFin – Verbraucherinformationen zur Pflegeversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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