Mit dem Eintritt in den Ruhestand rückt das Pflegekostenrisiko in greifbare Nähe. Wer jetzt noch keine Pflegezusatzversicherung hat, sollte rasch handeln, denn mit steigendem Alter werden Abschluss und Beitragsberechnung immer schwieriger.
Das Wichtigste in Kürze
- Vollstationäre Pflege kostet in Deutschland durchschnittlich 3.000 bis 5.000 Euro monatlich an Eigenanteil
- Die Pflegekasse übernimmt bei Pflegegrad 5 maximal 2.005 Euro monatlich
- Nach Vollendung des 65. Lebensjahres steigen Beiträge für neue Pflegeversicherungen stark an
Pflegezusatzversicherung in der Phase Praxisabgabe / Ruhestand
Im Ruhestand nach der Praxisabgabe ist die finanzielle Grundlage durch Versorgungswerk-Rente, Praxisverkaufserlös und private Kapitalanlagen gegeben. Doch ein Pflegefall kann diese Grundlage in wenigen Jahren aufzehren: Bei einem monatlichen Eigenanteil von 3.500 Euro entstehen in zwei Jahren Kosten von 84.000 Euro, die vollständig aus dem privaten Vermögen bestritten werden müssen, sofern keine Pflegezusatzversicherung besteht.
Wer im Alter zwischen 60 und 65 Jahren eine Pflegezusatzversicherung abschließt, zahlt monatliche Beiträge von typischerweise 80 bis 200 Euro, abhängig von Leistungshöhe und Tarif. Nach dem 65. Lebensjahr steigen die Beiträge erheblich, und viele Anbieter lehnen Anträge aufgrund von Vorerkrankungen ab oder verlangen erhebliche Risikozuschläge.
Die Wahl des richtigen Produkttyps ist entscheidend: Pflegetagegeld zahlt unabhängig vom tatsächlichen Aufwand, Pflegekostenersatz erstattet tatsächliche Kosten. Für Rentner im Ruhestand empfiehlt sich häufig das Pflegetagegeld, da es flexibel einsetzbar ist und auch häusliche Pflege oder die Bezahlung von Familienmitgliedern ermöglicht.
Worauf Ärzte in der Praxisabgabe besonders achten sollten
Klären Sie umgehend nach der Praxisabgabe, ob eine Pflegezusatzversicherung noch zu erschwinglichen Konditionen abgeschlossen werden kann. Ärzteversichert hilft Ihnen beim Vergleich der Tarife und bei der Gesundheitsprüfung, um das beste Angebot für Ihre Situation zu finden.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Viele Ärzte schieben den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung auf, bis Erkrankungen eine Aufnahme verhindern oder Beiträge unerschwinglich machen. Ein weiterer Fehler ist, sich ausschließlich auf das eigene Vermögen zu verlassen, ohne das Langlebigkeitsrisiko zu berücksichtigen.
Fazit
Im Übergang zum Ruhestand ist eine Pflegezusatzversicherung eine der wichtigsten Versicherungsentscheidungen, die noch getroffen werden kann. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesgesundheitsministerium – Pflegeversicherung
- GKV-Spitzenverband – Pflegeleistungen
- PKV-Verband – Pflegezusatzversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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