Beim Wiedereinstieg in den Beruf wird die Pflegezusatzversicherung häufig übersehen, dabei ist sie eine der wichtigsten Absicherungen für das spätere Leben. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Pflegekosten ab, und die Lücke wächst mit jedem Jahr. Der Wiedereinstieg ist ein guter Zeitpunkt, diese Lücke zu schließen.
Das Wichtigste in Kürze
- Gesetzliche Pflegeversicherung deckt 2025 maximal 2.015 Euro monatlich (Pflegegrad 5)
- Tatsächliche Pflegeheimkosten liegen bei 3.000 bis 5.000 Euro monatlich
- Früher Abschluss senkt den Monatsbeitrag erheblich
Pflegezusatzversicherung in der Phase Wiedereinstieg
Die Pflegelücke ist eine der unterschätztesten finanziellen Risiken der Deutschen. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt im höchsten Pflegegrad 5 maximal 2.015 Euro monatlich für stationäre Pflege. Die tatsächlichen Kosten eines Pflegeheimplatzes liegen bundesweit durchschnittlich bei 2.800 bis 4.500 Euro monatlich, in Großstädten noch höher. Die Eigenleistung beträgt somit 800 bis 2.500 Euro monatlich und muss aus eigenem Vermögen oder Familienunterstützung gedeckt werden.
Eine private Pflegezusatzversicherung kann diese Lücke schließen. Pflege-Tagegeldversicherungen zahlen einen täglichen Betrag ab einem bestimmten Pflegegrad, der frei verwendbar ist. Bei einem Tagessatz von 100 Euro ergibt das 3.000 Euro monatlich, was die Pflegelücke erheblich reduziert. Die monatlichen Beiträge für eine Pflegetagegeldversicherung mit 100 Euro Tagessatz liegen für einen 40-jährigen Arzt bei ca. 80 bis 150 Euro.
Beim Wiedereinstieg ist das Alter ein wichtiger Faktor: Je jünger beim Abschluss, desto günstiger der Beitrag und desto besser die Gesundheitsprüfung bestehen. Wer nach einer Berufspause mit 38 oder 42 Jahren wieder einsteigt, hat noch eine deutlich günstigere Ausgangssituation als mit 50 Jahren. Eine Gesundheitsprüfung ist in diesem Alter in der Regel unkompliziert.
Worauf Ärzte im Wiedereinstieg besonders achten sollten
Ärzte im Wiedereinstieg sollten die Pflegezusatzversicherung als Teil ihres Gesamtversicherungsplans betrachten und nicht aufschieben. Ärzteversichert berät zu den verschiedenen Produkttypen, Pflegetagegeld, Pflegerente und Pflegekostenversicherung, und empfiehlt die optimale Lösung für den individuellen Bedarf.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Typische Fehler sind das Aufschieben der Pflegezusatzversicherung auf "später", was zu höheren Beiträgen und möglichen Gesundheitszuschlägen führt, sowie die Annahme, die gesetzliche Pflegeversicherung sei ausreichend.
Fazit
Eine Pflegezusatzversicherung beim Wiedereinstieg abzuschließen ist ein kluger und günstiger Schritt für die langfristige Absicherung. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GKV-Spitzenverband – Pflegeversicherung
- Bundesgesundheitsministerium – Pflegereform
- GDV – Pflegezusatzversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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