Ein Chefarzt ist seit Jahren in der privaten Krankenversicherung und zahlt dafür hohe Beiträge. Trotzdem lohnt es sich, den eigenen PKV-Tarif regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • PKV-Beiträge für einen 55-jährigen Chefarzt liegen je nach Tarif und Klinikum bei 500 bis 900 Euro monatlich
  • Wer in einen günstigeren Tarif innerhalb derselben Versicherung wechselt, nimmt die aufgebauten Altersrückstellungen mit
  • Die Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit kann die Nettobelastung erheblich senken

PKV-Wahl in der Phase Chefarzt

Ein Chefarzt ist in der Regel schon lange in der PKV und hat in Jüngeren Jahren einen Hochleistungstarif gewählt. Mit dem Alter steigen die Beiträge, da das Versicherungsunternehmen mehr Gesundheitsleistungen einkalkuliert. Wer mit 55 Jahren 700 Euro monatlich für die PKV zahlt, zahlt bis zum Rentenalter 67 noch 101.400 Euro allein für die Beiträge.

Es gibt jedoch Spielraum: Wer innerhalb seiner PKV in einen günstigeren Tarif ohne Einschränkungen bei wichtigen Leistungen wechselt, nimmt seine aufgebauten Altersrückstellungen mit und zahlt sofort weniger. Das ist möglich nach § 204 VVG. Die Prüfung, ob ein solcher Wechsel sinnvoll ist, lohnt für jeden PKV-Versicherten alle drei bis fünf Jahre.

Chefärzte mit Liquidationsrecht, also dem Recht, Wahlleistungen direkt privat abzurechnen, haben eine Besonderheit: Ihr eigener PKV-Tarif sollte sicherstellen, dass auch sie selbst als Patient Chefarztbehandlung und Einbettzimmer in Anspruch nehmen können, ohne Mehrkosten zu tragen. Das ist in manchen günstigeren Tarifen eingeschränkt.

Worauf Chefärzte besonders achten sollten

Im Alter, wenn das Chefarzteinkommen durch Eintritt in den Ruhestand wegfällt, wird die PKV zur erheblichen Belastung. Wer rechtzeitig plant, wählt Tarife mit einem Beitragsrückerstattungsmodell und bildet private Rücklagen für die PKV-Beiträge im Ruhestand. Ärzteversichert vergleicht PKV-Tarife für Chefärzte und hilft dabei, Kosten ohne Einbußen bei wichtigen Leistungen zu reduzieren.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Ignorieren der steigenden PKV-Beiträge bis ins Rentenalter. Wer nicht plant, wird von den Beiträgen im Ruhestand überrascht, wenn das Einkommen sinkt.

Ebenfalls problematisch: das Wechseln in die GKV vor dem Rentenalter, um Beiträge zu sparen. Wer nach langer PKV-Mitgliedschaft in die GKV wechseln möchte, hat nach dem 55. Lebensjahr kaum Möglichkeiten dazu.

Fazit

PKV-Optimierung als Chefarzt bedeutet nicht Leistungsabbau, sondern intelligente Tarifgestaltung. Wer regelmäßig überprüft, zahlt fair für das, was er braucht. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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