Als etablierter Praxisinhaber zahlen Sie Ihre PKV-Prämien vollständig aus eigener Tasche. Eine regelmäßige Überprüfung der Krankenversicherung stellt sicher, dass Leistung und Kosten im optimalen Verhältnis stehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbstständige Ärzte zahlen den vollen PKV-Beitrag ohne Arbeitgeberzuschuss
  • Die monatliche PKV-Prämie beträgt je nach Tarif und Alter 500 bis über 1.000 Euro
  • Ein Tarifwechsel innerhalb der PKV-Gesellschaft ist ohne neuerliche Gesundheitsprüfung möglich

PKV-Wahl in der Phase Etablierter Praxisinhaber

Etablierte Praxisinhaber sind in der PKV Selbstzahler ohne Arbeitgeberzuschuss. Im Vergleich zu angestellten Kollegen, die 50 Prozent des PKV-Beitrags vom Arbeitgeber erhalten, ist die monatliche Belastung deutlich höher. Bei einer Jahresprämie von 12.000 Euro für die eigene PKV sind das 100 Prozent aus eigener Tasche.

Durch den steuerlichen Abzug der PKV-Beiträge als Betriebsausgaben oder Sonderausgaben lässt sich die tatsächliche Belastung reduzieren. Selbstständige Ärzte können die PKV-Beiträge in bestimmten Grenzen als Sonderausgaben geltend machen. Zusätzlich sind die Beiträge zur Krankenversicherung für angestellte Mitarbeiter vollständig als Betriebsausgabe abziehbar.

Bei steigendem Alter steigen die PKV-Prämien im Standardtarif erheblich. Ein Wechsel in einen leistungsgleichen, günstigeren Tarif derselben Gesellschaft ist ohne neuerliche Gesundheitsprüfung möglich und kann mehrere hundert Euro monatlich einsparen. Dafür hat jeder PKV-Versicherte ein gesetzliches Recht (§ 204 VVG). Dieses Recht wird von vielen Praxisinhabern nicht genutzt, weil die Initiative beim Versicherten liegt und Versicherungsgesellschaften es selten aktiv anbieten.

Worauf etablierte Praxisinhaber besonders achten sollten

Die PKV sollte alle drei bis fünf Jahre auf Optimierungspotenziale geprüft werden. Ärzteversichert analysiert bestehende PKV-Verträge, identifiziert günstigere Tarifalternativen und begleitet den Wechselprozess, damit kein Versicherungsschutz verloren geht.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Viele Praxisinhaber zahlen jahrelang zu hohe PKV-Beiträge, weil sie den Tarif nie überprüft haben. Auch die Kombination von PKV mit einer Krankentagegeldversicherung für den Fall einer längeren Arbeitsunfähigkeit wird häufig vergessen.

Fazit

Die PKV ist für etablierte Praxisinhaber ein erheblicher Kostenfaktor, der durch aktive Tarifgestaltung optimiert werden kann. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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