Das Praktische Jahr ist für viele Medizinstudierende der erste Moment, in dem die PKV eine konkrete Option wird. Wer hier früh handelt, sichert sich dauerhaft günstige Einstiegskonditionen, die im späteren Berufsleben nicht mehr reproduzierbar sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • PJ-Studierende sind in der Regel noch über die Eltern oder die GKV versichert und noch nicht berechtigt, die PKV als Vollversicherung abzuschließen
  • Der richtige Zeitpunkt für die Vollversicherung in der PKV ist die Approbation oder der erste Assistenzarztvertrag
  • Bereits im PJ sollten Angebote verglichen und der bevorzugte Tarif festgelegt werden, damit der Wechsel unmittelbar nach Approbation erfolgen kann

PKV-Wahl in der Phase des Praktischen Jahres

PJ-Studierende befinden sich formal noch im Studium und beziehen ein Stipendium oder eine Aufwandsentschädigung von in der Regel 400 bis 800 Euro monatlich, je nach Bundesland. Sie sind deshalb noch nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt und können die PKV noch nicht als vollwertige Vollversicherung abschließen. Die wichtigste Vorbereitungsmaßnahme im PJ ist daher der Vergleich von PKV-Tarifen, sodass beim Abschluss des ersten Assistenzarztvertrags sofort gehandelt werden kann.

Viele PKV-Anbieter bieten spezielle Einstiegstarife für junge Ärzte an, die im PJ oder kurz nach der Approbation abgeschlossen werden. Diese Tarife beinhalten oft günstige Prämien unter 350 Euro monatlich für einen Vollversicherungsschutz auf hohem Niveau. Der entscheidende Vorteil: Bei einem Abschluss mit 25 Jahren ohne Vorerkrankungen ist die lebenslange Prämie deutlich niedriger als bei einem Abschluss mit 35 Jahren.

Worauf PJ-Studierende bei der PKV-Vorbereitung besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt, bereits im PJ ein Beratungsgespräch zu führen und einen Tarif auszuwählen, der auch ein Beitragsentlastungsmodell für das Alter und eine gute Absicherung bei psychischen Erkrankungen enthält. Diese Komponenten können später nicht ohne neue Gesundheitsprüfung ergänzt werden. Wer zudem plant, Familie zu gründen, sollte von Anfang an die Konsequenzen für die Kinderversicherung mitplanen.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Der größte Fehler ist das Aufschieben der PKV-Entscheidung, weil man sich im PJ „noch nicht damit beschäftigen will". Jedes Jahr des Wartens erhöht die lebenslange Prämie und schließt möglicherweise neue Gesundheitsrisiken ein, die spätere Ausschlüsse erzwingen. Ein weiterer Fehler ist die Wahl des günstigsten Tarifs ohne Berücksichtigung der Langzeitqualität der Gesellschaft und der Leistungsklauseln.

Fazit

Die PKV-Vorbereitung im PJ ist eine der rentabelsten Investitionen der Medizinerkarriere, da günstige Eintrittsprämien über Jahrzehnte wirken. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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