Die Praxisabgabe ist das letzte Kapitel einer niedergelassenen Arztkarriere und steht für PJ-Studenten noch in weiter Ferne. Dennoch ist das Verständnis des Praxisabgabe-Prozesses eine wertvolle Grundlage für die eigene Karriereplanung.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Praxisabgabe ist ein mehrjähriger Prozess, der frühzeitig geplant werden sollte
- Der Praxiswert bei der Abgabe hängt wesentlich von Patientenstamm, Umsatz und Ausstattung ab
- Wer früh versteht, wie eine Praxis aufgebaut und wieder abgegeben wird, plant besser von Anfang an
Praxisabgabe in der Phase Praktisches Jahr
PJ-Studenten, die perspektivisch eine eigene Praxis führen möchten, denken selten an die Abgabe. Dabei ist der gesamte Lebenszyklus einer Arztpraxis, von der Gründung oder Übernahme bis zur Abgabe oder zum Verkauf, für eine fundierte Karriereplanung hilfreich.
Eine Praxisabgabe beginnt idealerweise fünf bis zehn Jahre vor dem geplanten Ruhestand. In dieser Zeit wird die Praxis auf den Nachfolger vorbereitet: Modernisierung des Equipments, Aufbau eines stabilen Patientenstamms, Einführung digitaler Prozesse. Eine gut gepflegte Praxis erzielt bei der Abgabe deutlich höhere Preise als eine vernachlässigte.
Der Praxiswert setzt sich aus dem Sachzeitwert (Inventar, Geräte) und dem Goodwill (Patientenstamm, Umsatz) zusammen. Für Allgemeinmediziner liegt der Goodwill typischerweise beim 0,5- bis 0,8-fachen des Jahresnettoumsatzes. Wer das weiß, baut von Beginn an einen Praxiswert auf, der im Alter eine solide Altersvorsorge darstellt.
Worauf Praktische-Jahr-Studenten besonders achten sollten
Das PJ ist ein guter Zeitpunkt, um die Praxisrealität aus nächster Nähe zu beobachten und zu verstehen, welche Faktoren einen Praxisbetrieb langfristig erfolgreich machen. Auch ein Gespräch mit PJ-betreuenden niedergelassenen Ärzten über ihre eigene Abgabeplanung kann wertvolle Einblicke liefern. Ärzteversichert informiert frühzeitig über alle Phasen der Arztkarriere.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Für PJ-Studenten gibt es in diesem Themenbereich wenig konkrete Fehler, da die Praxisabgabe noch weit entfernt ist. Der häufigste Fehler für die Karriere insgesamt ist das Fehlen einer langfristigen Perspektive bei der Karriereplanung.
Fazit
Das Verständnis des gesamten Praxislebenszyklus hilft PJ-Studenten, fundierte Karriereentscheidungen zu treffen und die eigene Praxis von Beginn an nachfolgeorientiert aufzubauen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- KBV – Praxisabgabe und Nachfolge
- Bundesärztekammer – Niederlassung und Nachfolge
- GDV – Praxisversicherungen
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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